Gefährlicher Ort: Bezirkspolitiker wollen Radfahrer am Schönhauser Tor besser schützen

Prenzlauer Berg. Für Fahrradfahrer soll es an der Kreuzung Schönhauser Tor sicherer werden.

Einen entsprechenden Beschluss fasste die Bezirksverordnetenversammlung (BVV). Die Radwege der Schönhauser Allee zählen zu den meistbenutzten in der Stadt. Vor allem im morgendlichen Berufsverkehr sind Heerscharen von Radfahrern in Richtung Stadtmitte unterwegs. Und nachmittags, nach Feierabend spielt sich gleiches in umgekehrter Richtung ab.

Eine der gefährlichsten Stellen ist das Schönhauser Tor an der Grenze der Ortsteile Prenzlauer Berg und Mitte. Die Kreuzung Schönhauser Allee, Torstraße, Alte Schönhauser Straße und Rosa-Luxemburg-Straße ist sehr unübersichtlich. Sie wird von Autos, Bussen, Straßenbahnen, Fußgängern und Radfahrern sehr frequentiert. Sind die Radler erst einmal über diesen Knoten gekommen, befinden sie sich im Scheunenviertel. Das ist verkehrsberuhigt, und dort befindet sich auch die Linienstraße, die als Fahrradstraße ausgewiesen ist.

Für den nach Süden gerichteten Radverkehr sei die Rechtsabbiegerspur aus der Schönhauser Allee in die Torstraße besonders gefährlich, meint der Vorsitzende des Verkehrsausschusses der BVV, Wolfram Kempe (Die Linke). Dort könnte es den Radfahrern helfen, wenn für sie ein „Aufgeweiteter Radstreifen“ markiert werden würde. Dieser würde dem überdurchschnittlich hohen Radverkehrsaufkommen Rechnung tragen. egebenenfalls müsste dann auch die Ampelphase der neuen Situation angepasst werden, so die Verordneten. Das soll nun in Zusammenarbeit mit der Verkehrslenkung Berlin und dem Bezirksamt Mitte geprüft werden.

In Richtung Norden bestehen indes andere Probleme. Hier müssen sich die Radfahrer aus der Alten Schönhauser Straße kommend in spitzem Winkel in die Schönhauer Allee einfädeln. Dabei haben sie sowohl den Autoverkehr auf der Torstraße als auch den aus der Torstraße rechtsabbiegend in die Schönhauser Allee sowie den aus der Rosa-Luxemburg-Straße kommenden Verkehr zu beachten. Deshalb schlägt die BVV vor, dass die Autofahrer durch ein spezielles Signal, einem sogenannten Schutzblinker, auf das hohe Radfahreraufkommen aufmerksam gemacht werden sollten. Auch dafür soll sich das Bezirksamt bei der Verkehrslenkung Berlin einsetzen. BW
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