Pappelallee: Bauarbeiten nach zweieinhalb Jahren abgeschlossen

Jens Holger Kirchner (links) und Vollrad Kuhn pflanzten zur Verkehrsfreigabe auf der Pappelallee eine Kastanie. (Foto: Bernd Wähner)
 
Auf der Pappelallee wurden auch die Haltestellenkaps erneuert. (Foto: Bernd Wähner)

Der Umbau der Pappelallee zwischen Danziger und Wichertstraße ist abgeschlossen. Nach 29 Monaten Bauzeit gaben Verkehrsstaatssekretär Jens-Holger Kirchner und Stadtentwicklungsstadtrat Vollrad Kuhn (beide Bündnis 90/Die Grünen) die Pappelallee für den Verkehr frei.

Als sichtbares Zeichen pflanzten sie an der Ecke zur Buchholzer Straße eine etwa 4,50 Meter hohe Kastanie. Um den Erhalt und die Neupflanzung von Bäumen entlang dieser Allee gab es viele Diskussionen. In diesen setzte sich die Erkenntnis durch, dass Pappeln als Straßenbäume nicht geeignet sind. Deshalb sollten auch alle Pappeln gefällt werden.

Dagegen gab es vehementen Widerspruch von Anwohnern. 2013 und 2014 lud das Bezirksamt deshalb Anlieger zu drei Informationsveranstaltungen ein. Etliche der Bäume entlang der Allee waren bereits so in ihrer Standsicherheit beeinträchtigt, dass sie in absehbarer Zeit sowieso gefällt werden müssten.

Anwohner konnten sich bei Vor-Ort-Terminen über den Zustand der Bäume informieren. Für jeden einzelnen Baum wurde von Fachleuten detailliert dessen Zustand und das Schadensbild erläutert. Als Grundlage dafür diente ein unabhängiges Gutachten. Insgesamt 48 Bäume mussten schließlich wegen starker Schäden gefällt werden. Nur wenige Pappeln blieben stehen.

Im Ergebnis der Bürgerbeteiligung wurde von Anwohnern der Wunsch nach einer Vielfalt neuer Bäume geäußert. Nachgepflanzt wurden nun robuste Baumarten, die sich gut in die Straße einfügen. Dazu zählen Feldahorn, Scharlachkastanie und Amberbaum. Durch diese Mischung wird zugleich gesichert, dass es dort in absehbarer Zeit keinen Befall durch Baumschädlingen gibt. Neu gepflanzt wurden insgesamt 59 Bäume.

Allerdings sehen manche nach Meinung von Anwohnern recht mickrig aus. Sie sind natürlich gesund. Aber an manchen Stellen könnten aus Gründen der Verkehrssicherheit keine hochwachsenden Bäume gepflanzt werden, sagt Vollrad Kuhn. Unter anderem ist zu beachten, dass die Bäume nicht den Straßenbahnverkehr in der Pappelallee beeinträchtigen und in die Oberleitungen wachsen.

Ausgangspunkt für die Planungen zum Umbau der Pappelallee war ein Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung vom Oktober 2011. Die Verordneten regten an, dass auf der Pappelallee in beide Richtungen ein Radstreifen angelegt werden soll. Weil sich das nicht so einfach umsetzen ließ, waren damit weitere Umbauarbeiten verbunden. So musste die Fahrbahn von bisher elf auf neun Meter verengt werden. Am Straßenrand wurden außerdem Parkbuchten angelegt. Damit wurde der ruhende Verkehr auf der Straße neu geordnet.

Weiterhin wurden Gehwege, die Straßenbeleuchtung und Haltestellen erneuert. Der Umbau der Pappelallee kostete 3,9 Millionen Euro. Finanziert wurde das Vorhaben aus sogenannten Ausgleichsmitteln, die Grundstückseigentümer aus dem ehemaligen Sanierungsgebiet Helmholtzplatz zahlen mussten. Nachdem die Radwege in der Pappelallee angelegt sind, denkt der Senat bereits weiter, berichtet Staatssekretär Kirchner. Über die Stahlheimer Straße sollen die Radwege in absehbarer Zeit über die Neumannstraße bis zur Kissingenstraße nach Pankow weiter ausgebaut werden.
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