In der früheren Bötzow-Brauerei eröffnete jetzt der Open Innovation Space

Der Eingang zum Open Innovation Space hat einen morbiden Charme. Hinter der Fassade des früheren Brauereigebäudes wird aber an technischen Neuheiten getüftelt. (Foto: Bernd Wähner)
Berlin: Bötzow-Brauerei |

Prenzlauer Berg. Auf dem Gelände der früheren Bötzow-Brauerei wurde jetzt ein Open Innovation Space eröffnet. Dort knobeln ab sofort Wissenschaftler, Techniker und Studenten gemeinsam an innovativen Produkten.

Das Gelände der früheren Bötzow-Brauerei in der Prenzlauer Allee 242-246 gehört seit knapp fünf Jahren dem Unternehmer Professor Hans Georg Näder. Er ist Chef der Firma Ottobock. Das Medizintechnik-Unternehmen ist Weltmarktführer auf dem Gebiet der Protesen-Herstellung. Auf dem denkmalgeschützten, 24.000 Quadratmeter großen Areal soll es künftig einen bunten Mix unterschiedlicher Nutzungen geben. Ein Hauptnutzer wird natürlich die Ottobock-Gruppe. Das Medizintechnik-Unternehmen wird auf „Bötzow“, wie das Areal inzwischen genannt wird, einen zweiten Berliner Standort bekommen. Dort entsteht das „Ottobock Future Lab“. In diesem Labor wird das Unternehmen fit für die Zukunft gemacht.

In Abstimmung mit dem Denkmalschutz

Im unterirdischen Bereich der früheren Brauerei befinden sich Kellergewölbe. Diese sollen erhalten und restauriert werden. In ihnen werden Lebensmittel-Manufakturen, Räume für Veranstaltungen, Gastronomie und ein Club entstehen. Oberirdisch wird der frühere Brauereihof zum zentralen Platz umgebaut. Am Platz sollen auch, in Abstimmung mit den Denkmalschutzbehörden, Neubauten wie zum Beispiel eine Kunsthalle und ein Hotel gebaut werden.

Doch nun ist erst einmal unmittelbar an der Prenzlauer Allee ein ganz anderes Projekt umgesetzt worden. Gemeinsam mit Fab Lab Berlin, das sich auf den Bau von Prototypen spezialisiert hat, ist in einem Altbau und in einem benachbarten neuen Flachbau das Open Innovation Space eröffnet worden. Dabei handelt es sich um eine „Garage für Technikentwickler“.

Vernetzung mit Hochschulen

Die dort arbeitenden Wissenschaftler, Ingenieure, Techniker und Studenten knobeln unter anderem an Verfahren, um Prototypen noch schneller herzustellen und in die Produktion zu überführen. Außerdem will man die Vernetzung mit Hochschulen und wissenschaftlichen Institutionen vorantreiben. Unter anderem werden im neuen Open Innovation Space Wissenschaftler und Studenten der TU Berlin sowie Design-Forscher der Universität der Künste arbeiten.

"Den Nutzern stehen in der Tech-Garage zum Beispiel 3D-Drucker, Lasercutter, Platinen- und CNC-Fräser sowie CAD-Software zur Verfügung", erklärt Wolf Jeschonek, der Geschäftsführer des Fab Lab Berlin. „Aber auch Holzbearbeitungsmaschinen und andere Werkzeuge, die man zum Erfinden braucht, sind vorhanden.“ Privatpersonen, Start-Ups und andere Unternehmen sind eingeladen, das Open Innovation Space zu nutzen, um ihre innovativen Ideen umzusetzen. BW

Weitere Informationen gibt es auch im Internet auf www.boetzowberlin.de.
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