Decken geprüft: Gutachter empfehlen Sanierung an drei Lehrstätten

Reinickendorf. An drei Schulen müssen in den nächsten drei Jahren präventiv die Decken saniert werden. Das ergab die Begutachtung von zehn Schulen, die nach dem Deckeneinsturz an der René-Sintenis-Grundschule in Auftrag gegeben wurde.

Nach dem Einsturz einer Decke im Treppenhaus der René-Sintenis-Grundschule in Frohnau hatte der Bezirk zehn weitere, baugleiche Schulen begutachten lassen, ob es dort ähnliche Mängel gibt. Nun liegt auch das Ergebnis des Zweitgutachters vor. Demnach besteht für alle Schulen, die im Rahmen des präventiven Unfallschutzes überprüft wurden, kein akuter Handlungsbedarf. "Erkennbare Schäden konnten die Gutachter nicht feststellen. Keine Schule muss gesperrt werden", informierte Andreas Bansemer, Leiter des Facility Managements, kürzlich im Haushaltsausschuss. Aus statischer und brandschutztechnischer Sicht müssten jedoch laut Gutachter an drei Schulen die Decken innerhalb der nächsten drei Jahre saniert werden. Und zwar an der Havelmüller-Grundschule in Tegel, der Gustav-Freytag-Oberschule (ISS) in Reinickendorf und der Peckwisch-Grundschule im Märkischen Viertel. Für die anderen baugleichen Schulen empfahlen die Gutachter eine jährliche Kontrolle und die Deckensanierung in den nächsten fünf Jahren.

Saniert werden soll möglichst bei laufendem Schulbetrieb. Wann und an welcher der drei Schulen damit begonnen wird, steht noch nicht fest. Auch die Kosten müssen laut Bürgermeister Frank Balzer (CDU) noch kalkuliert werden. Zu rechnen sei aber mit mehreren hunderttausend Euro pro Schule. An der René-Sintenis-Grundschule am Laurinsteig 39 war an einem Wochenende Anfang Mai die Decke im Treppenhaus eingestürzt (wir berichteten). Das Hauptgebäude war seitdem gesperrt. Die Viert- bis Sechstklässler mussten zur Gustav-Dreyer-Grundschule und dem Georg-Herwegh-Gymnasium pendeln. Der Bezirk arbeitete mit Hochdruck an der Sanierung der rund 1400 Quadratmeter großen Deckenfläche. Außerdem wurden 16 Klassenzimmer und Flure renoviert und die Elektrik erneuert. Kostenpunkt: rund 450.000 Euro. Rechtzeitig zum Ende der Sommerferien war alles fertig. Ursache des Deckeneinsturzes war ein 50 Jahre zurückliegender Baufehler.


Ulrike Kiefert / uk
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