Grundwasseranstieg stoppen: Überschwemmungsopfer gründen Verein

Ein neuer Verein nimmt sich des Problems des steigenden Grundwassers an, das an vielen Stellen in Berlin für nasse Keller sorgt.

In diesem Jahr machten Überschwemmungen nach Starkregen Schlagzeilen. "Dabei ist ein Umstand augenfällig geworden, welcher schon mehrere Jahre in vielen Siedlungsgebieten Berlins zum Problem geworden ist: der steigende Grundwasserspiegel", sagt der CDU-Abgeordnete Stephan Schmidt, Gründungsmitglied des Vereins "Siedlungsverträgliches Grundwasser Berlin".

Betroffen sind vor allem Bereiche, die vor vielen Jahrzehnten durch Trockenlegung als Bauland gewonnen wurden. In Reinickendorf sind große Teile Heiligensees, aber auch die Mäckeritzwiesen Beispiele dafür. Erklärungsversuche gibt es viele. Neben der tektonischen Lage Berlins im Urstromtal spielen sparsamer Wasserverbrauch und Renaturierung alter Grabensysteme eine entscheidende Rolle.

Für die Gründer des Vereins steht der Schutz der Bewohner vor dem steigenden Grundwasser im Vordergrund. Es könne nicht angehen, dass man den Eigentümern von Einfamilienhäusern die Verantwortung zuschiebe und auf den möglichen Bau extrem teurer Untergrundwannen verweise. "Als diese Häuser gebaut wurden, war eine solche Entwicklung nicht absehbar", sagt Schmidt.

Der Verein fordert deshalb Untersuchungen nach dem neuesten Stand der Wissenschaften und Maßnahmen, die einen siedlungsverträglichen Grundwasserstand ermöglichen. Der Verein will außerdem Rechtssicherheit für die Menschen in den betroffenen Gebieten und wird deswegen beispielsweise auch Musterklagen unterstützen.

Vorsitzende des Vereins ist die stellvertretende Kreisvorsitzende der CDU Neukölln und ehemalige Bundestagsabgeordnete Christina Schwarzer. Stephan Schmidt wurde auf der Gründungsversammlung am 10. November zum Beisitzer gewählt. Kontakt zum Verein ist zunächst möglich über das Wahlkreisbüro von Stephan Schmidt, Oraniendamm 68, unter  40 39 57 93 oder per E-Mail unter buero@stephan-schmidt.berlin.
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Udo Maack aus Frohnau | 27.11.2017 | 21:03  
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