Sanierung des UNESCO-Welterbes Weiße Stadt geht weiter

Besonders markant in der Weißen Stadt ist der Brückenbau über der Aroser Allee. (Foto: Christian Schindler)

Reinickendorf. Im Mai 2015 hat die Deutsche Wohnen einen großen Teil der Sanierungsmaßnahmen in der Weißen Stadt abgeschlossen. Die Siedlung gehört zu den UNESCO-Welterbestätten.

Die Arbeiten erfolgten im Rahmen des Investitionsprogramms nationale UNESCO-Welterbestätten des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit. Rund 8,2 Millionen Euro (davon 2,35 Millionen öffentliche Fördermittel) investierte die Deutsche Wohnen seit 2009 in die denkmalgerechte Sanierung der Gebäudehüllen und die Wiederherstellung des Siedlungsgrüns. Die Maßnahmen im Rahmen des Welterbeprogramms sind Teil einer umfassenden Komplettsanierung der Weißen Stadt, die 2017 abgeschlossen sein und insgesamt rund 23 Millionen kosten wird. Die Weiße Stadt mit ihren 1268 Wohnungen wurde 2008 in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen.

"Wir fühlen uns unserem Bestand in besonderem Maße verpflichtet", erklärt Stefan Degen, Geschäftsführer der Deutsche Wohnen Construction and Facilities GmbH. "Dies gilt insbesondere für architektonisch so einzigartige Siedlungen wie die Weiße Stadt. Dieses architekturhistorische Erbe zu wahren und die Siedlung gleichzeitig nach den heutigen Ansprüchen an modernes Wohnen auszurichten, ist uns ein besonderes Anliegen."

2009 begann die Sanierung und Instandsetzung der Dächer, Fassaden, Treppenhäuser, Laubengänge und Balkone. Zudem wurden die Grün- und Hofflächen nach gartendenkmalpflegerischen Grundsätzen umgestaltet und wiederhergestellt. Schmutz- und Kaltwasserleitungen und die Elektrosteigleitungen werden teilweise saniert. Im Rahmen der energetischen Sanierung investiert die Deutsche Wohnen in die Wärmedämmung der obersten Geschoßdecke und die denkmalgerechte und energieeffiziente Überarbeitung bzw. den Austausch der Fenster und Türen.

Die Weiße Stadt wurde in den Jahren 1929 bis 1931 von den drei Architekten Bruno Ahrends, Wilhelm Büning und Otto Rudolf Salvisberg gebaut. Die Wohnsiedlung an der Aroser Allee verkörpert die Ideale des Neuen Bauens so klar und rein wie keine andere Siedlung der zwanziger Jahre in Berlin. Vor allem die weißen, schnörkellosen Fassaden der Flachdachbauten, die beiden Turmhäuser und das eindrucksvolle Brückenhaus haben sie zu einer Ikone des Siedlungsbaus gemacht.

Weitere Informationen zur Weißen Stadt und zu den weiteren UNESCO-Siedlungen: www.welterbesiedlungen-berlin.de.

Christian Schindler / CS
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