SPD fordert Aufnahme der Scharnweberstraße in Senatsprogramm

Reinickendorf. Die Scharnweberstraße soll in das Senatsprogramm Stadtumbau West aufgenommen werden. Mit dieser Forderung startet die Reinickendorfer SPD in das Jahr 2015.

Die Scharnweberstraße hat wie berichtet beim kürzlich veröffentlichten Monitoring zur Umweltgerechtigkeit berlinweit am schlechtesten abgeschnitten. Damit ist für die SPD-Fraktion in der Bezirksverordneten-Versammlung (BVV) der politische Handlungsbedarf gegeben. Sowohl die belastenden Umweltfaktoren als auch die schwierige soziale Struktur vor Ort müssten zum Anlass genommen werden, um hier eine bessere Entwicklung anzustoßen.

Deshalb hat die SPD-Fraktion einen Antrag in die BVV eingebracht, mit dem der Senat aufgefordert wird, das Gebiet um die Scharnweberstraße in das Programm Stadtumbau West aufzunehmen. Der baupolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Ulf Wilhelm, macht deutlich: "Mit unserer Initiative wollen wir eine umfassende finanzielle Unterstützung zur städtebaulichen und sozialen Verbesserung dieses Ortsbereichs auf den Weg bringen. Wir sind fest davon überzeugt, dass auf diesem Weg eine nachhaltig positive Entwicklung für die Scharnweberstraße angestoßen werden kann."

Mit der Schließung des Flughafens in Tegel und der beginnenden Nachnutzung des Flughafengeländes müsse man sich auch um dessen Randgebiete kümmern, ist der Vorsitzende der SPD-Fraktion, Gilbert Collé, überzeugt: "Das ist die Chance, Konzepte zu entwickeln, die den Kiez an der Scharnweberstraße und den Kurt-Schumacher-Platz attraktiver machen und gleichzeitig Anbindungen zu den neuen Nutzungen auf dem Flughafengelände herzustellen."

Die positiven Auswirkungen, die das Programm Stadtumbau West für einen Ortsteil haben kann, können derzeit im Märkischen Viertel betrachtet werden. Hier habe sich bei der Durchwegung des Gebietes für Fußgänger und Radfahrer enorm viel getan. Der Antrag der SPD-Fraktion ist bei den Beratungen im Bau- und Haushaltsausschuss einstimmig befürwortet worden, so dass er voraussichtlich auf der Sitzung der BVV am 14. Januar, ab 17 Uhr im Rathaus, Eichborndamm 215-239, beschlossen werden kann.


Christian Schindler / CS
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