24 Schulen im Bonusprogramm: Förderung mit bis zu 100.000 Euro

Reinickendorf. Schulen im Bezirk haben im vergangenen Jahr mehr als 1,43 Millionen Euro aus dem Bonusprogramm des Senats für Brennpunktschulen erhalten. Das geht aus einer Lister hervor, die jetzt der CDU-Abgeordnete Tim-Christopher Zeelen veröffentlichte.

Angestoßen hatte das Programm der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus, Raed Saleh. Zusätzliche Mittel sollten an Schulen gehen, an denen mindestens die Hälfte der Schüler aus Elternhäuser stammt, die Transferleistungen erhalten. Den Schulen wird dabei nicht vorgeschrieben, wie sie das Geld ausgeben –„ die Lehrer vor Ort wissen am besten, wo es sinnvoll eingesetzt wird“, war Salehs Überzeugung.

Mittlerweile treten die Politiker parteiübergreifend für das Programm ein. Der Tegeler CDU-Abgeordnete Tim-Christopher Zeelen hatte sich schon in der vergangenen Legislaturperiode im Bildungsausschuss des Abgeordnetenhauses dafür eingesetzt. Von berlinweit 275 Schulen, an die 2016 insgesamt 18,23 Millionen Euro flossen, befinden sich 24 in Reinickendorf. An sie gingen zusammen mehr als 1,43 Millionen Euro. Spitzenreiter mit jeweils 100.000 Euro Förderung waren die Chamisso-Grundschule, die Schule am Park sowie die Lauterbach-Grundschule. Letztere bildet zusammen mit dem Sonderpädagogischen Förderzentrum „Lernen“ und „Sprache“ eine kooperative Institution mit gemeinsamer Schulleitung. Hier soll das Ziel der Inklusion beispielhaft vorangetrieben werden.

Im Schnitt 60.000 Euro pro Schule

Knapp an die Spitzenreiter reicht mit 97.500 Euro die Jean-Krämer-Schule, die Integrierte Sekundarschule in Alt-Wittenau 8-12, heran. Die Grundschule in den Rollbergen erhielt 70.833 Euro. Auch der Campus Hannah Höch, die erste Gemeinschaftsschule des Bezirks, liegt mit 68.771 Euro deutlich über dem Durchschnitt der Förderung. Der liegt bei knapp 60.000 Euro, den die meisten berechtigten Schulen erhalten. Zusammen mit der Chaplin-Grundschule profitiert vor allem das Märkische Viertel von den Zuschüssen.

Auch in diesem Jahr soll die Förderung, mit leichter Einschränkung, weitergehen. Mit 18,03 Millionen Euro berlinweit stehen 200.000 Euro weniger als im vergangenen Jahr zur Verfügung. CS
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