Kunst und Menschenrechte: Paul-Löbe-Schule kooperiert mit Amnesty International

Abdulrahman singt auf Arabisch vor einem Porträt von Anna Politkowskaja. (Foto: Christian Schindler)
Berlin: Paul-Löbe-Schule |

Reinickendorf. Noch mindestens bis Jahresende ist auf dem Schulhof der Paul-Löbe-Schule, Lindauer Allee 23, eine Ausstellung der Menschenrechtsorganisation Amnesty International über verfolgte Journalisten und Schriftsteller zu sehen.



Eine junge Frau spricht über die politische Entwicklung eines Landes, es könnte gerade die Türkei sein. Zwei junge Männer mit Sonnenbrillen klettern auf die Bühne und bringen die Frau mit einem Klebeband zum Schweigen. In Gebärdensprache spricht sie weiter. Dann folgen Musikstücke auf Englisch, junge Flüchtlinge ergänzen sie in ihrer Sprache. Dazu entsteht eine Zeichnung von Anna Politkowskaja, jener russischen Journalistin, die 2006 in Moskau ermordet wurde.

Menschenrecht im Unterricht

Die Inszenierung auf der Bühne war Höhepunkt eines Schulprojektes, in dem sich Schüler mit dem Recht auf freie Meinungsäußerung beschäftigten. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International stellte dafür Schautafeln zur Verfügung, die über verfolgte Schriftsteller und Journalisten informieren. Die Schüler ergänzten die Ausstellung mit eigenen Kunstwerken.

Zu sehen ist sie noch auf dem Schulhof mindestens bis Jahresende. Unterstützt wurde das Projekt zudem von der Jugendfreizeitstätte Fuchsbau und dem Träger Aufwind, der die Schulsozialarbeit an der Paul-Löbe-Schule verantwortet. Aufwind fördert dauerhaft die Beschäftigung der Schüler auch mit Fragen der Gesellschaft und der Demokratie. So gibt es regelmäßig Fahrten zur Gedenkstätte des Konzentrationslagers Auschwitz. CS
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