Polizist am Auto mitgeschleift

Reinickendorf. Nach einer Verkehrskontrolle am 14. Mai hat ein Autofahrer einen Polizeibeamten rund 150 Meter auf der Pankower Allee mitgeschleift, bevor er festgenommen werden konnte.

Den Beamten war der Wagen auf der Residenzstraße aufgefallen, da er in "Schlangenlinien" fuhr. Die Polizisten schalteten das Blaulicht ein, stiegen aus und forderten den heranfahrenden 25-jährigen Autofahrer durch Zeichen auf, anzuhalten. Dieser beschleunigte jedoch sofort und fuhr an der Kontrollstelle vorbei.

Nach einer kurzen Verfolgungsfahrt hielt der Fahrer sein Auto in der Reginhardstraße Ecke Pankower Allee zunächst an. Der Wagen war jedoch verschlossen, und der Verdächtige machte trotz Anweisungen der Beamten keine Anstalten ihn zu öffnen. Daraufhin schlug einer der Polizisten die Scheibe der Beifahrertür ein und versuchte bei einem Griff ins Innere des Fahrzeuges die Türverriegelung zu lösen.

Der Mann fuhr in diesem Moment jedoch unvermittelt an und riss den Beamten in schneller Fahrt rund 150 Meter mit sich. Noch auf der Pankower Allee gelang es dem Mitgeschleiften, den Wagen in den Leerlauf zu schalten. Der 25-Jährige floh daraufhin zu Fuß über den Letteplatz, wo nacheilende Beamte ihn schließlich vorübergehend festnahmen.

Nach eigenen Angaben hatte der Fahrer Kokain konsumiert. Weitere Ermittlungen ergaben, dass er keinen Führerschein besitzt und sich das Fahrzeug zuvor geborgt hatte. Der mitgeschleifte Beamte erlitt leichte Verletzungen an Händen und Armen.

Noch während der Ermittlungen am Letteplatz verletzte sich ein 52-jähriger Motorrollerfahrer bei einem Verkehrsunfall in der angrenzenden Kühlweinstraße leicht. Der Fahrer übersah offensichtlich die ermittelnden Polizisten, wich zu spät nach rechts aus und geriet in den Gegenverkehr. Hier kollidierte er mit dem entgegenkommenden Auto eines 30-Jährigen. Der Zweiradfahrer stürzte und zog sich leichte Verletzungen am linken Bein zu. Nach ersten Erkenntnissen war er mit 1,6 Promille im Blut unterwegs und besitzt auch keinen Führerschein. Beide, der 25-Jährige und der 52-Jährige, mussten zur Blutentnahme und konnten danach nach Hause gehen.


Christian Schindler / CS
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