AG Residenzstraße stellt erste Ideen für den Kiez vor

Nur vereinzelte Häuser leuchten weihnachtlich in die Nacht, wie hier an der Ecke Residenzstraße/Pankower Allee. (Foto: Christian Schindler)

Reinickendorf. Die in diesem Jahr gegründete Arbeitsgemeinschaft Residenzstraße sieht in einer Weihnachtsbeleuchtung und in einem Kiezbus die wichtigsten Anliegen der Geschäftsleute vor Ort.

Die beiden Punkte stellte die CDU-Bezirksverordnete Claudia Skrobek, die auch Vorsitzende der AG Residenzstraße ist, am 26. November auf einer Veranstaltung vor, auf der Baustadtrat Martin Lambert (CDU) erste Vorstellungen zur Attraktivitätssteigerung der Residenzstraße im Rahmen des Programms "Aktive Zentren" präsentierte. Und sie traf damit einen wunden Punkt: Während viele Geschäftsstraßen im weihnachtlichen Glanz erstrahlen und Eigentümer von Bus-Unternehmen Lichterfahrten durch die Stadt anbieten, finden sich an der "Resi" nur vereinzelte Gebäude, deren Beleuchtung auf das hohe Fest hinweist.

In den vergangenen Jahren war die Beleuchtung an der Finanzierung gescheitert. Die könnte auch ein Problem des Kiezbusses werden. Auf ihn waren die Geschäftsleute gekommen, nachdem ihre Erfahrungen mit der BVG nicht ermutigend waren. "Zwischen der Provinzstraße und der Residenzstraße gibt es keine direkte Verbindung", sagt Claudia Skrobek. "Wer von dort nicht laufen möchte, muss mit dem Bus bis zur Osloer Straße fahren und dann mit der U-Bahn zurück zur Residenzstraße." Änderungen zu Gunsten der Residenzstraße könnten zudem Verschlechterungen in anderen Bereichen bedeuten.

Ein Kiezbus könnte täglich Schleifen fahren, um insbesondere ältere Menschen und Gehbehinderte aus den Bereichen Provinzstraße, Aroser und Lindauer Allee zur Residenzstraße zu bringen, und wieder zurück - im Idealfall dann mit schweren Logo-Residenzstraßen-Tüten.

Eine Finanzierung hält allerdings Jens Lüscher für problematisch. Er bereitet für die Brandenburgische Stadterneuerungsgesellschaft die Unterstützung der Residenzstraße aus dem Programm "Aktive Zentren" vor. "Eine Förderung muss immer nachhaltig sein", sagt Lüscher. Das bedeutet auch, dass ein solcher Kiezbus sich nach einer Anschubförderung selbst tragen müsste.

Ein Beispiel möglicher Förderung sieht er darin, die "Resi" möglichst komplett barrierefrei zu machen. Das bedeutet die Absenkung hoher Bordsteine ebenso wie die Zugänglichkeit von Geschäften. Damit würde auch der Tatsache Rechnung getragen werden, dass sich mit Ärzten und anderen Gesundheitsanbietern die Residenzstraße als Schwerpunkt für Gesundheit betrachten kann.

Unterschiede zwischen den Geschäftsleuten zeigten sich auch: Während einige die Radwege, die jetzt noch zwischen den Parkstreifen und den Gehwegen verlaufen, lieber auf die Straße verlegen würden, weil oft schnell fahrende Radfahrer Fußgänger verängstigen oder gar gefährden, und damit das Flanieren beinträchtigen, fürchten andere noch mehr Stau auf der Straße, wenn in beide Richtungen nur noch eine Spur zur Verfügung steht.

In den nächsten Wochen werden weitere Vorschläge zur Attraktivitätssteigerung erarbeitet. Am 19. Januar sollen dann ab 19 Uhr im Vitanas Seniorencentrum am Schäfersee, Stargardtstraße 14, Geschäftsleute wie Anwohner über weitere Veränderungen beraten.


Christian Schindler / CS
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