Haushaltsjahr endet mit einem Minus von über einer halben Million Euro

Reinickendorf. Die Senatsfinanzverwaltung hat jetzt den Jahresabschluss der Bezirke für 2013 bekannt gegeben. Für Reinickendorf steht dort ein Minus.

Demnach beendete der Bezirk das vergangene Haushaltsjahr mit einem negativen Saldo von rund 561 000 Euro. 2012 hatte Reinickendorf noch mit einem Plus von 2,6 Millionen Euro abgeschlossen. Verantwortlich für das Defizit in der Bezirkskasse sind unter anderem die Mehrkosten für die Hilfen zur Erziehung.

Insgesamt können sechs der zwölf Bezirke dieses Mal keinen ausgeglichen Etat vorweisen, darunter Pankow und Steglitz-Zehlendorf. Dennoch schreibt Reinickendorf in der Summe keine roten Zahlen. Denn berücksichtigt man für den Bezirk den sogenannten Ergebnisvortrag aus den Vorjahren, so hat Reinickendorf das Haushaltsjahr 2013 insgesamt mit einem Plus von 10,7 Millionen Euro positiv abgeschlossen. So stand dem Bezirk im vergangenen Jahr neben der Zuweisung vom Land ein Gewinnvortrag aus 2011 in Höhe von rund 11,3 Millionen Euro zur Verfügung.

"Selbstverständlich haben wir auch einen Teil dieser Mittel dafür genutzt, um das Angebot für die Reinickendorfer weiterhin aufrechtzuerhalten und die bezirklichen Schwerpunktsetzungen zu finanzieren", so Bürgermeister Frank Balzer (CDU). Das Gesamtjahresergebnis sei das beste aller Bezirke und bestätige die solide Haushaltsführung Reinickendorfs auf eindrucksvolle Weise, so Balzer weiter. Die 10,7 Millionen Euro werden in das Haushaltsjahr 2015 übertragen, denn für 2014 steht der Haushalt bereits fest.

Einen Wermutstropfen gibt es trotzdem. Mit dem Minus von rund 561 000 Euro in 2013 verringert sich das bisherige Gesamtguthaben des Bezirks von knapp 20,6 Millionen Euro auf rund 20 Millionen Euro.

Alle Berliner Bezirke zusammen haben das Haushaltsjahr 2013 mit einem Überschuss von 1,6 Millionen Euro abgeschlossen. Damit erzielten die Bezirke zum vierten Mal in Folge einen positiven Jahresabschluss. Das Guthaben für die zwölf Bezirke beträgt knapp 63 Millionen Euro. Nur drei Bezirke haben noch Schulden. Es handelt sich um Mitte, Marzahn-Hellersdorf und Pankow. 2012 gab es mit Spandau noch vier verschuldete Bezirke.


Ulrike Kiefert / uk
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