Interreligiöser Dialog soll Breitenwirkung bekommen

Berlin: Hindu Gemeinde |

Reinickendorf. Der vom CDU-Abgeordneten Burkard Dregger initiierte interreligiöse Dialog Reinickendorf könnte sich im kommenden Jahr zu einem öffentlichen Bestandteil des Bezirkslebens entwickeln.

Das ist das Ergebnis des siebenten interreligiösen Dialogs, der am 28. November in der Hindu-Gemeinde an der Kopenhagener Straße 34 stattfand. Dort entwickelte sich die Idee, die Treffen, die bisher vor allem engagierte Menschen innerhalb der beteiligten Religionsgemeinschaften zusammenbrachten, mit einer größeren Öffentlichkeit zu verbinden.

Qasim Akbar, Sprecher des Afghanischen Kulturzentrums, schlug eine Zeitung vor, die über die Aktivitäten der Gemeinden informiert. Dagegen sprach nach Ansicht anderer Teilnehmer der Aufwand, den die Produktion einer eigenen Zeitung zumeist bedeutet. Viele der Beteiligten im interreligiösen Dialog seien ohnehin schon mit ehrenamtlicher Arbeit ausgelastet. Ein erster Schritt könnte, so Christian Schultze, Pfarrer der Evangelischen Luthergemeinde Alt-Reinickendorf, eine Verlinkung schon bestehender Internetseiten sein. Andere Teilnehmer brachten Kiez- und Kirchenfeste ins Gespräch, bei denen sich auch der interreligiöse Dialog vorstellen könnte.

Luther-Jahr als Impulsgeber

Ein weiterer Impuls könnte, so Burkard Dregger, das Luther-Jahr im kommenden Jahr sein. Die Frage von Reformation und Veränderung könne auch für andere Religionen als die christliche interessant sein. Hier könnte er Kontakt zu ausgewiesenen Experten herstellen.

Vor den Planungen für das kommende Jahr hatte Olaf Thaler über die Hindu-Gemeinde informiert. Er steht dem Verein vor, die formal die Gemeinde repräsentiert. Thaler, ein bildender Künstler, ist immer wieder durch Indien gereist, blieb aber nicht zuletzt wegen seiner Familie in Deutschland. Im Haus der Gemeinde leben bis zu 14 Menschen, die unterschiedlichen Berufen nachgehen und versuchen, fünf Gottesdiensten, beginnend um 5 Uhr morgens, beizuwohnen. Zum größeren Umfeld der Gemeinde zählen um die 50 Personen. Für Interessierte öffnet sich das Haus an der Kopenhagener Straße 34 regelmäßig sonntags um 16 Uhr. Lesen Sie auch unseren Kommentar auf Seite ??. CS
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Christian Schindler aus Reinickendorf | 01.12.2016 | 12:20  
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