Politiker in den Startlöchern: Der Wahlkampf für 2016 beginnt

Reinickendorf. Mit dem Ende des Jahres gehen die Politiker in die Startlöcher – für den Berliner Wahlkampf 2016.

Die beiden großen Parteien haben ihre Kandidaten gekürt. Für die CDU will Frank Balzer das Bürgermeisteramt verteidigen, sein direkter Kontrahent von der SPD ist der bisherige Stadtrat für Wirtschaft, Gesundheit und Bürgerdienste, Uwe Brockhausen. Dessen Parteifreund, der Reinickendorfer SPD-Vorsitzende und Abgeordnete Jörg Stroedter, beschreibt das Ziel seiner Partei: „Reinickendorf braucht dringend einen Wechsel.“

1995 war Marlies Wanjura (CDU) Bürgermeisterin des Fuchsbezirks geworden, und begründete damit eine christdemokratische „Regierungstradition“. 2009 löste Frank Balzer sie ab. Im kommenden Jahr wird Reinickendorf also 21 Jahre christdemokratisch regiert.

Das wollen die Sozialdemokraten ändern. „Der Bürgermeister muss im Bezirk präsent sein“, sagt Uwe Brockhausen. Mit Zukunftsforen will er den Reinickendorfern die Möglichkeit geben, sich direkt an der Entwicklung des Bezirks zu beteiligen. Und er will ein Bürgermeister sein, der sich aktiv um Aufnahme und Integration von Flüchtlingen kümmert. „Es kann nicht sein, dass man die Unterbringung von Flüchtlingen an Orten behindert, wo man großes Wählerpotenzial für sich sieht“, sagt SPD-Chef Stroedter mit Blick auf das Tretra-Pak-Gelände in Heiligensee.

Frank Balzer zieht für sich eine positive Bilanz: In der Flüchtlingspolitik müsse er unüberlegte Adhoc-Entscheidungen auf Senatsebene ausbaden. Im Bezirk selbst verweist er auf einstimmig verabschiedete Haushalte, er könne also aus Sicht anderer Parteien nicht so viel falsch gemacht haben. Seine eigene Partei sieht er mit Quereinsteigern als Bezirksverordnete, die nicht der CDU angehören, breit aufgestellt. Aktuell kam Norbert Raeder auf Platz zehn der CDU-Liste, der einst Bundesvorsitzender der Grauen Panther war und immer noch Vorsitzender der Grauen Wählergemeinschaft ist. Die habe seinen Platz auf der CDU-Liste einstimmig gebilligt. „Wegen des bürgernahen und sozialen Engagements Frank Balzers, insbesondere für Senioren“, sagt Raeder. CS
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