Älterwerden im Lettekiez

Sozialstadtrat Andreas Höhne (SPD): Im Bezirk gibt es ausreichend Plätze für Pflegebedürftige. (Foto: Christian Schindler)

Reinickendorf. "Bund fürs Leben - Älter werden im Lettekiez" ist Thema einer Ideenwerkstatt. Sie wird vom Quartiersmanagement organisiert und findet am 30. Oktober im Haus am See, Stargardtstraße 9, statt.

Angeregt wurde die Werkstatt von der Anwohnerin Sigrid Sattmann, die gerne mit anderen älteren Bewohnern des Lettekiezes über ihre Wünsche für den Kiez sprechen möchte. Laut Silke Klessmann vom Quartiersmanagement treffen Veränderungen im Kiez besonders ältere Menschen: "Vertraute Geschäfte und Dienstleister schließen, es wird schwieriger, den Alltag wie gewohnt selbstständig und selbstbestimmt zu bestreiten", erklärt sie. Das Haus am See ist am 30. Oktober ab 9.30 Uhr geöffnet. Von 10.15 Uhr an werden die Ergebnisse einer Befragung von Senioren in Reinickendorf-Ost vorgestellt. Bis 16 Uhr können dann - inklusive einer Mittagspause - die Ergebnisse diskutiert werden. Auch Ideen für Projekte sind willkommen. Mit Unterstützung des Quartiersmanagements könnten diese schon im kommenden Jahr umgesetzt werden. Die Teilnahme an der Ideenwerkstatt ist kostenfrei. Eingeladen sind alle Menschen aus Reinickendorf-Ost über 55 Jahre sowie Menschen, die im Seniorenbereich tätig sind.

Schon am 15. August hatten Reinickendorfer und Politiker über die Bedürfnisse älterer Menschen im Bezirk debattiert. Damals hatte die Friedrich- Naumann-Stiftung in das Mehrgenerationenhaus an der Auguste-Viktoria-Allee 17 eingeladen. Dort stellte die ehemalige FDP-Abgeordnete Mieke Senftleben fest, dass es im Bezirk zahlreiche Angebote für ältere Menschen gebe, diese aber oft noch nicht bekannt genug seien, wie zum Beispiel die kulturellen Veranstaltungen im Ernst-Reuter-Saal am Eichborndamm 215-239.

Für die Menschen, für die ein selbstständiges Leben in der eigenen Wohnung nicht mehr möglich ist, hatte Sozialstadtrat Andreas Höhne (SPD) den Trost, dass es ausreichend Pflegeplätze in Heimen gebe und diese auch zu finanzieren seien. Wenn die Betroffenen dazu selbst nicht in der Lage seien, kämen die Ämter für die Kosten auf.


Christian Schindler / CS
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