Auszeichnung für Reinickendorfer Schulen vergeben

Tanz gegen Gewalt: Mädchen aus dem Centre Talma bei der Preisverleihung. (Foto: Christian Schindler)

Reinickendorf. Der Reinickendorfer Integrationspreis 2013 geht an die Hermann-Schulz-Grundschule und an den Förderverein der Toulouse-Lautrec-Schule.

Mit dem mit 1000 Euro dotierten ersten Preis würdigt die Jury aus Vertretern von Bezirksamt und Parteien das Engagement der Lehrer bei der Integration von Kindern, die zum Teil ohne Deutsch-kenntnisse an die Schule an der Kienhorststraße kommen. 500 Euro gingen bei der Preisverleihung am 29. November im Fuchsbau an der Thurgauer Straße an den Förderverein der Toulouse-Lautrec-Schule, der seit 40 Jahren die Integration körperbehinderter Kinder unterstützt.

Auf die täglichen Schwierigkeiten bei der Integration ging der Sozialarbeiter und Buchautor Fadi Saad, der zeitweise im Quartiersmanagement Letteplatz arbeitete, in seiner Laudatio ein. Er berichtete unter anderem davon, dass in Deutschland geborene Kinder von Migranten die Feinheiten ihrer Muttersprache oft nicht beherrschten. Dennoch würden sie an Schulen oft als Dolmetscher eingesetzt. Saad: "Da soll dann der Mutter eines Schülers erklärt werden, dass seine Leistungen in Mathematik zurückgingen, er aber in Geschichte ganz gut sei. Weil der übersetzende Schüler in seiner Muttersprache weder den Begriff Mathematik noch Geschichte kennt, kommt dann an: Die Leistungen lassen zu Wünschen übrig, werden aber wieder besser."

Einen Beitrag zur Feier leistete das Mädchenzentrum Centre Talma mit einer Choreographie gegen Gewalt - ausgelöst vom Mord an Johnny K. auf dem Alexanderplatz.


Christian Schindler / CS
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