Bezirk fördert Gesundheit und erhält dafür einen Preis

Werben für alkoholfreie Drinks: Bettina Lutze-Luis Fernández, Andreas Höhne, Sabine Werth, Brigitte Kowas und Bettina Liebrucks. (Foto: Christian Schindler)

Reinickendorf. Die Abteilung Jugend, Familie und Soziales des Bezirksamtes hat in einem berlinweiten Wettbewerb mit einem Projekt 15 000 Euro gewonnen. Bei diesem geht es um geschlechtergerechte Gesundheitsförderung.

Zur Eröffnung der Veranstaltung "Fit! Fit! Fit! Wissen was wohltut" steht Jugendstadtrat Andreas Höhne (SPD) barfuß in der Sporthalle des Mädchensportzentrums "Centre Talma" in der Hermsdorfer Straße 21. Dass seine 64 jungen Zuhörer sowohl Jungen als auch Mädchen sind, ist ein Grund, warum seine Abteilung in einem Senatswettbewerb zum Gender-Budget den dritten Platz belegt und damit 15 000 Euro Preisgeld erhalten hat. Mit Gender-Budget ist gemeint, das öffentliche Projekte finanziert werden, wenn bei diesen die speziellen Interessen beider Geschlechter berücksichtigt werden. In Reinickendorf haben Jugend- und Gesundheitsamt die Erfahrung gemacht, dass außerschulische Angebote von Jungen und Mädchen unterschiedlich wahrgenommen werden und klassische Rollenbilder bedienen. Mädchen bevorzugen danach vor allem kreative Angebote wie Tanzen und andere künstlerische Tätigkeiten. Jungen interessieren sich dagegen mehr für Fußball und neue Medien.

Deshalb hat das Jugendamt das Projekt "Fit! Fit! Fit!" entwickelt, das jeweils im Herbst im "Centre Talma" stattfindet. Hier versuchen Amt und freie Träger, Mädchen und Jungen der fünften und sechsten Klassen gemeinsam für Gesundheitsthemen zu interessieren. In diesem Jahr standen dafür 4500 Euro an bezirklichen Mitteln zur Verfügung.

Jeder der drei Tage vom 6. bis 9. November begann mit einem gemeinsamen Frühstück, dann gab es unterschiedliche Workshops und Treffen, die zum Teil nach Geschlechtern getrennt, zum Teil aber auch gemeinsam stattfanden. Gesprächsthemen wie Sexualität eigneten sich eher für getrennte Runden, bei alkoholfreien Cocktails wurde dann aber wieder gemeinsam entspannt.

Beteiligt sind an dem Projekt neben dem Mädchensportzentrum "Centre Talma" der Interkulturelle Mädchentreff und die Berliner Tafel, die im "Centre Talma" einer Kinderrestaurant betreibt, das natürlich auch für Jungen und Mädchen zugänglich ist. Was die Abteilung Jugend mit dem Preisgeld machen wird, steht noch nicht fest.


Christian Schindler / CS
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