Bezirksamt sucht noch Förderer

2009 beteiligten sich Kinder der Kita "Kleine Pusteblume" an einem Kunstprojekt im Höch-Garten. (Foto: Christian Schindler)

Reinickendorf. Zur Einrichtung eines Erinnerungsraums für Hannah Höch im kommenden Jahr findet am 31. Januar um 19.30 Uhr die Auftaktveranstaltung "Schau(ins)fenster Hannah-Höch-Haus" im Centre Bagatelle statt.

Die Künstlerin Hannah Höch war nicht nur eine Schlüsselperson der Berliner Dada-Bewegung. In der modernen Kunstgeschichtsbetrachtung gilt sie als eine der Hauptvertreterinnen des Dadaismus. Am 31. Mai 1978 starb Hannah Höch in ihrem Haus, An der Wildbahn 33, in Heiligensee. Danach bezog der Künstler Johannes Bauersachs das Haus. Im Jahr 2005 erwarb er das Anwesen mit der gerne angenommenen Verpflichtung, Haus und Garten im Andenken und Sinne von Hannah Höch fortzuführen und zu erhalten.

Beim Verkauf des Grundstücks verpflichtete sich zudem der Bezirk, einen "Hannah Höch Gedächtnisraum" einzurichten. 35 Jahre nach dem Tode Hannah Höchs soll nun am authentischen Ort in der dazugehörigen Remise ein Raum gestaltet werden, der über die Künstlerin informiert und an sie erinnert.

Nach einer konzeptionellen Phase, gemeinsam mit Johannes Bauersachs und dem Förderkreis für Bildung, Kultur und internationale Beziehungen Reinickendorf, sind nun die notwendigen Restaurierungsarbeiten im Eingangsbereich der Remise und im zukünftigen Gedenkort für das Jahr 2013 abgestimmt. Die dafür notwendigen Mittel sollen im ersten Quartal 2013 akquiriert werden. Die Eröffnung ist am 31. Mai 2014 anlässlich ihres Todestages geplant.

Der Bezirk sucht in Zusammenarbeit mit dem Förderkreis Freunde und Förderer, die das Projekt "Erinnerungsort Hannah-Höch-Haus" sowohl finanziell als auch mit ihrem Engagement unterstützen möchten.

Dazu beginnt am 31. Januar um 19.30 Uhr eine Auftaktveranstaltung im Centre Bagatelle, Zeltinger Straße 6. Claudia Bauer liest aus den Tagebüchern und Notizen von Hannah Höch aus den Jahren 1939 bis 1946. Im Rahmen einer Ausstellung werden die sogenannten Minis sowie Aquarelle der Künstlerin, die in Heiligensee entstanden sind, vorgestellt. Bei den Minis handelt es sich um kleinformatige Papierarbeiten, die Hannah Höch neben ihrer eigentlichen Kunstproduktion, quasi als Fingerübungen hergestellt hat.

Die ausgestellten Werke gehören zur Sammlung der 1968 gegründeten Graphothek Berlin. Sie können bis zum 17. Februar jeweils zu den Kurs- und Veranstaltungszeiten des Centre Bagatelle und nach Vereinbarung unter 404 40 32 besichtigt werden. Vom Frühjahr bis zum Herbst finden Führungen durch den Höch-Garten und das ehemalige Atelier, in dem jetzt der Künstler Johannes Bauersachs arbeitet, statt. Anmeldung unter 431 48 24.


Christian Schindler / CS
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