Bürgermeister Frank Balzer sieht optimistisch ins neue Jahr

Bürgermeister Frank Balzer (CDU) schaut auf ein gutes Jahr zurück. (Foto: C. Schindler)

Reinickendorf. Wenn Bürgermeister Frank Balzer (CDU) nach seinen Wünschen für das neue Jahr 2013 gefragt wird, sagt er, es sei ihm am liebsten, wenn es so weitergehe wie 2012.

Für das abgelaufene Jahr verweist der Rathauschef gerne auf den ausgeglichenen Haushalt. Der Nordbezirk habe sowohl in der Berliner Verwaltung als auch bei den Bürgern einen hervorragenden Ruf. Eine harte Zahl und ein äußerlicher Eindruck sind für ihn dafür überzeugende Argumente: Die Reinickendorfer rücken im Durchschnitt mit einem Nettoeinkommen von 1800 Euro an die zweite Stelle in Berlin und werden nur noch von Steglitz-Zehlendorf (1900 Euro) getoppt. Zudem mache der Bezirk auf öffentlichem Straßenland und in den Grünanlagen einen gepflegten Eindruck.Nur ein Ereignis im vergangenen Jahr trübt Balzers Blick zurück, und ist ihm zugleich Ansporn: Die verfrühte Ankündigung der Schließung der Peter-Witte-Grundschule auf der Grundlage eines Gutachtens, das sich im Nachhinein als äußerst fragwürdig erwies - unter anderem, weil der Gutachter überhaupt nicht vor Ort war. "In der Zukunft werden wir da besser aufpassen", sagt Balzer.

Ein Grund für seinen Optimismus für 2012 ist seine Einschätzung der Berliner Politik: "Die Belange der Bezirke werden in den Fraktionen von CDU und SPD im Abgeordnetenhaus ernst genommen." Galten die Bezirke zuvor den Landespolitikern vor allem als Sparpotentiale, sei jetzt den Verantwortlichen bewusst, dass öffentliche Verwaltung nur mit ordentlicher Ausstattung funktioniere.

So sei sicher, dass die Berliner Bäderbetriebe (BBB) das Strandbad Tegel sanieren werden, um es dann in einem vernünftigen Zustand an einen Pächter zu vergeben. Die Sanierung des Fontane-Hauses werde fertig werden und damit das Sanierungsprogramm der Gesobau für die Großsiedlung Märkisches Viertel ergänzen. Insgesamt werden in öffentliche Investitionen und bauliche Unterhaltung zehn Millionen Euro fließen.

Dass der Bezirk nach der neuesten Bevölkerungsprognose des Berliner Senats nur mäßig um 1,9 Prozent bis 2030 wachsen wird, hält Balzer für keine schlechte Nachricht. Wer hierher ziehe, treffe auf eine gut ausgebaute Infrastruktur. Bezirke, die fast explosionsartig wachsen werden, müssen diese erst noch schaffen.

Auch in der Kommunalpolitik rechnet der Bürgermeister nicht mit großen Konflikten. Die Zusammenarbeit der vier Parteien in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) sei bisher sachlich und fair gewesen, und das werde sich auch kaum ändern.


Christian Schindler / CS
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