Fusionen im Märkischen Viertel vorgeschlagen

Reinickendorf. In Reinickendorf gibt es zu wenige Grundschulen. Der Bezirkselternausschuss (BEA) hat deshalb am 23. April Empfehlungen vorgelegt, um den Mangel zu beheben.

Wie berichtet, fehlt nach heutigen Planungen sowohl in Reinickendorf-Ost als auch im Märkischen Viertel zum Schuljahr 2017/18 jeweils eine komplette Grundschule. Für Reinickendorf-Ost unterstützt der BEA nachdrücklich den Bau einer neuen Grundschule in der Walliser Straße zwischen der Paul-Löbe-Oberschule und dem Fuchsbau. Die vom Bezirk dafür beantragten Mittel müssten vom Senat unbedingt zur Verfügung gestellt werden."Ein Neubau bietet an dieser Stelle die seltene Chance, die baulichen Voraussetzungen für Inklusion mit vielen Beteiligten zu schaffen. Diese Chance darf auf keinen Fall durch einen übereilt geplanten Standardbau vergeben werden", betont die BEA-Vorsitzende Andrea Schwarz. Dafür müssen aber auch die künftigen Nutzer - Schüler, Lehrer, Eltern, Schulleitung und Hausmeister - bereits in der Planung eines neuen Schulbaus intensiv eingebunden werden.

Für das Märkische Viertel werden vier Möglichkeiten gesehen, die Umzüge bestehender Schulen vermeiden. So könnte eine neue Grundschule in freien Räumen der Thomas-Mann-Oberschule direkt am Fontane-Haus entstehen. Möglich wäre es nach Einschätzung der Elternvertreter auch, den Standort Chamissoschule und Lauterbachschule auszubauen. Erweitert werden könnte allerdings auch die 1. Gemeinschaftsschule auf dem Campus Hannah Höch, wobei neu zu schaffende Räume perspektivisch für eine eigene gymnasiale Oberstufe genutzt werden könnten. Auch eine Fusion der 1. Gemeinschaftsschule mit der Thomas-Mann-Oberschule zu einer Gemeinschaftsschule mit gymnasialer Oberstufe können sich die Elternvertreter vorstellen. Dabei könnte das Gebäude der Greenwichschule wieder als Grundschule genutzt werden.

Alle diese Maßnahmen erübrigen einen Umzug der Märkischen Grundschule, nach Heiligensee, wie er vom Bezirksamt angedacht wurde. Bei ihr handelt es sich um eine Europa-Schule. Ab der 1. Klasse werden Kinder mit deutscher und französischer Muttersprache gemeinsam zweisprachig unterrichtet.


Christian Schindler / CS
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