Gesundheitsausschuss stimmte Antrag zu

Reinickendorf. Das Bezirksamt soll sich für einen dritten Pflegestützpunkt im Bezirk stark machen. Das hat jetzt der Gesundheitsausschuss auf Antrag von CDU und Bündnisgrünen beschlossen.

Ein Unfall, ein Schlaganfall oder eine andere Krankheit kann ältere Menschen von heute auf morgen aus der Bahn werfen. Um Betroffenen und ihren Angehörigen kompetente Hilfe zum rechten Zeitpunkt zu bieten, wurden auch in Reinickendorf zwei Pflegestützpunkte eingerichtet. Seit 2009 betreibt die Albatros gGmbH eine solche Anlaufstelle am Wilhelmsruher Damm 116. Die zweite sitzt an der Schloßstraße 23 in Alt-Tegel. Träger ist dort die Knappschaft. Nun soll es im Bezirk bald möglichst einen weiteren Pflegestützpunkt geben. Das hatten CDU und Bündnisgrüne beantragt. Im Gesundheits- und Sozialausschuss am 11. Februar wurde der Antrag jetzt einstimmig angenommen.

Die Zahl älterer Reinickendorfer nehme zu, begründete Claudia Skrobek (CDU) den Antrag. Laut Statistik leben die meisten über 65-Jährigen im Ortsteil Reinickendorf, in Tegel wohnen die meisten 60- bis 65-Jährigen. Auch das Bezirksamt will den dritten Pflegestützpunkt. Er sollte irgendwo zwischen Kurt-Schumacher-Damm und Scharnweberstraße oder zwischen Schäfersee und Residenzstraße angesiedelt werden, empfahl Sozialstadtrat Andreas Höhne (SPD). Stimmen die Bezirksverordneten dem Antrag zu, muss sich das Bezirksamt dafür bei der zuständigen Senatsverwaltung und den Pflegekassen einsetzen.

In Berlin gibt es insgesamt 29 Pflegestützpunkte. 24 betreiben die Krankenkassen, zwölf das Land Berlin, zumeist über öffentliche Träger. Die Zahl soll auf 36 erhöht werden. In Pflegestützpunkten beraten und informieren qualifizierte Pflegeberater-Teams über wichtige medizinische und pflegerische Angebote und gewährleisten so passgenaue Hilfen entsprechend der individuellen Pflegesituation. Der Service ist kostenlos und wird gemeinschaftlich von allen Kranken- und Pflegekassen sowie dem Land Berlin getragen.


Ulrike Kiefert / uk
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