Kinder der Hermann-Schulz-Grundschule als Innenarchitekten

Lehrerin Anke Lauckner (links) und Innenarchitektin Stephanie Bublitz haben mit Schülern ermittelt, welche Möbel sie sich für ihr Zimmer wünschen. (Foto: CS)

Reinickendorf. In der Hermann-Schulz-Grundschule werden zurzeit Pläne für ein Traumkinderzimmer der Zukunft geschmiedet.

Noch liegt die Magnettafel weiß mit schwarzem Rand unberührt auf dem Boden. Die Ränder markieren die Wände eines Kinderzimmers, auch ein Fenster ist markiert. Was dann dort hinkommt, haben die Kinder in der Hand, die im Kreis um die Tafel sitzen. Bett, Schreibtisch, Sofa, Rollcontainer und vieles Anderes haben sie als Puzzleteile vorbereitet. Und schon beginnt die Diskussion: Soll der Schreibtisch frontal vor das Fenster, oder eher seitlich versetzt? Macht sich der Tisch besser in der Mitte des Zimmers, oder neben dem Sofa? Wie platziert man den Fernseher, sodass auch alle zusehen können, wenn man mal mehrere Leute zu Besuch hat? Das Puzzle wird voller und damit auch das Zimmer.

Am 24. Oktober hatte die Innenarchitektin Stephanie Bublitz ihren zweiten Termin in der Klasse 4 c der Hermann-Schulz-Grundschule, Kienhorststraße 67. Drei Termine sind für das Projekt des Möbelherstellers Röhr-Bush aus Rietberg, einer Stadt am Rande des Münsterlandes, vorgesehen, das Innenarchitektin und Schule zusammenbringt. Stephanie Bublitz ist sich mittlerweile sicher, dass sie noch mehrmals in diese Schule kommen wird, denn die Arbeit mit den Kindern macht ihr einfach Spaß.

In einem ersten Teil haben sie aus Katalogen aufgelistet, was ihnen gefällt, und was nicht. Die Schüler sind großzügig mit ihren Bewertungen: Die Wandtafeln mit den geschätzten Möbeln ist viel größer, als die mit den Stücken, die sie nicht so gern um sich hätten. Abstrakt wirkende Möbel und offenbar unsinnige Spielgeräte fallen durch, bunt wirkende Sitzgelegenheiten finden fast immer Gnade.

Beim zweiten Termin am 24. Oktober ging es dann darum, möglichst viele Möbel möglichst sinnvoll unterzubringen - mit genügend Platz dazwischen. Gefragt waren dabei so viele Möglichkeiten zum Ausruhen, dass Stephanie Bublitz fragte: "Braucht ihr wirklich so viele Sitzgelegenheiten?"

In den kommenden Wochen werden die Kinder mit den Möbeln jedenfalls weiterpuzzeln. Und im Januar wollen sie dann eine Präsentation für das "Traumkinderzimmer der Zukunft" vorführen. Die Firma Röhr-Bush plant, die Ideen dann in richtige Möbel umzusetzen.


Christian Schindler / CS
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