Masern-Fälle sprunghaft angestiegen

Reinickendorf. In Berlin gibt es aktuell mehr als 40 registrierte Masern-Fälle und damit jetzt schon doppelt so viele wie im gesamten Jahr 2012. Das Gesundheitsamt des Bezirks appelliert deshalb an die Reinickendorfer, ihren Impfschutz überprüfen zu lassen.

Das Gesundheitsamt rät allen Menschen unter 43 Jahren, die noch nicht geimpft sind oder ihren Impfstatus nicht kennen, sich von ihrem Hausarzt beraten und nötigenfalls impfen zu lassen. Nur so kann man sich vor der hochansteckenden und meldepflichtigen Infektionskrankheit schützen. Masern kann jeder bekommen, der die Krankheit noch nicht hatte. Erste Anzeichen sind meist Mattigkeit, Husten und Fieber. Bald darauf zeigen sich Rötungen am gesamten Körper. Als Komplikationen treten häufig Mittelohrentzündungen und Lungenentzündungen auf. Auch Hirnhautentzündungen können eine Folge von Masern sein. Besonders gefährlich ist eine Masern-Erkrankung für Schwangere.

"Das Risiko dieser Erkrankung sollte also nicht unterschätzt werden. Masern sind keine harmlose Kinderkrankheit", warnt Gesundheitsstadrat Uwe Brockhausen (SPD). Weil die Krankheit hochinfektiös ist, dürfen Masernerkrankte keine Schulen und Kitas besuchen. "Das gleich gilt für Geschwisterkinder oder andere Personen im nahen sozialen Umfeld des Erkrankten", so Brockhausen.

Übertragen wird der Morbilli-Virus, der die Krankheit auslöst, durch Tröpfcheninfektion. Häufigste Infektionswege sind Hautkontakte, Husten und Niesen.


Ulrike Kiefert / uk
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