Neue Zehn-Euro-Münze würdigt J. G. Schadow

Johann Gottfried Schadow wird 2014 durch eine Zehn-Euro-Münze aus Anlass seines 250. Geburtstags gewürdigt. Der Entwurf stammt von Bodo Broschat. (Foto: Caspar)

Reinickendorf. Berlin begeht den 250. Geburtstag des Bildhauers und Grafikers Johann Gottfried Schadow 2014 mit einer Serie von Ausstellungen und Publikationen. Zu den Feierlichkeiten passend wird eine Zehn-Euro-Münze in der Staatlichen Münze Berlin geprägt.

In der Staatlichen Münze Berlin an der Ollenhauerstraße im Bezirk Reinickendorf bestand vor kurzem die Möglichkeit, sich von der Qualität des von der Jury mit dem ersten Preis ausgezeichneten Entwurfs des Designers Bodo Broschat zu überzeugen. Im Prägesaal stellt Dieter Folgmann die Gedenkmünze mit dem Bildnis des genialen Berliners her. Der Facharbeiter muss die Presse mehrfach betätigen, um die letzten Feinheiten von den beiden Stempeln auf das Metall zu übertragen. Das Relief hebt sich auf beiden Seiten matt vom spiegelblanken Untergrund ab. Stück für Stück legt Folgmann die Münzen auf ein Tablett. Sie werden anschließend so verpackt, dass sich keine Fingerabdrücke auf der Oberfläche zeigen. Außer dem Brustbild von Johann Gottfried Schadow erkennt man seine berühmte Prinzessinnengruppe, die in der Alten Nationalgalerie auf der Museumsinsel steht, sowie ein Pferd von der Quadriga auf dem Brandenburger Tor. Den unteren Teil der Münze nimmt ein Motiv aus dem berühmten Münzerfries ein, der um 1800 in Schadows Werkstatt entstand und als Kopie das frühere Münzgebäude am Molkenmarkt in Berlin-Mitte schmückt.

Wie Andreas Schikora, der Leiter der Staatlichen Münze Berlin, bei einer Betriebsbesichtigung erklärte, hat das Traditionsunternehmen den 250. Geburtstag von Johann Gottfried Schadow am 20. Mai 2014 fest im Blick. "Wir bringen eine Gedenkschrift heraus, in der wir näher auf Schadows berühmten Münzerfries eingehen und auch zeigen wollen, welche numismatischen Spuren der Künstler hinterlassen hat. In einer Ausstellung wollen wir sodann Münzen und Medaillen zeigen, die an den Bildhauer und Zeichner erinnern", sagt Schikora.

Geplant sei die Herausgabe einer achtteiligen Medaillenserie mit Motiven aus dem Sandsteinrelief. Während die Vorderseiten unterschiedlich gestaltet sind, zeigt die Rückseite den stehenden Schadow beim Betrachten eines Denkmalmodells. Die überlebensgroße Bronzefigur des Reformators Martin Luther schmückt seit 1821 den Marktplatz zu Wittenberg.

Überdies bringt die Staatliche Münze Berlin 2014 zum 25. Jahrestag des Falls der Mauer und der friedlichen Revolution in der DDR eine Medaille heraus.


Helmut Caspar / HC
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