Reinickendorf muss mit 95 Stellen weniger auskommen

Reinickendorf. In den nächsten vier Jahren muss der Bezirk 95 Stellen streichen. Wie das erreicht werden kann, soll ein Personalabbaukonzept festschreiben.

Das Bezirksamt soll die Zielzahl von 1363 Stellen erreichen. Diese Auflage hat Reinickendorf von der Senatsfinanzverwaltung bekommen. Insgesamt müssen alle zwölf Berliner Bezirke in den nächsten vier Jahren fast 1500 Stellen einsparen. Reinickendorf trifft die geforderte Stellenkürzung nicht so hart wie andere Bezirke. In Treptow-Köpenick stehen sogar 313 Stellen zur Disposition. "Es ist eine Herausforderung, die zu bewältigen ist", sagt Bürgermeister Frank Balzer (CDU). Denn bis 2016 scheiden altersbedingt 157 Mitarbeiter aus. Auch die 95 Stellen werden auf diesem Weg frei. Die Folge ist aber eine Lücken in der Personaldecke. Der Bezirk muss also nach Lösungen suchen, wie er künftig mit weniger Mitarbeitern auskommt. Ein Konzept zum Personalabbau soll dabei helfen und in den kommenden Wochen vorliegen. In den einzelnen Fachabteilungen steht bereits grob fest, wie viele Stellen eingespart werden müssen. In der Abteilung von Martin Lambert (CDU), Stadtrat für Stadtentwicklung, sind es etwa 30 und damit die meisten Stellen. Weniger Mitarbeiter verlieren Wirtschaftsstadtrat Uwe Brockhausen (SPD) und Bildungsstadträtin Katrin Schultze-Berndt (CDU) mit jeweils zwölf Mitarbeitern.

Trotz der harten Einschnitte beim Personal will Bürgermeister Frank Balzer (CDU) keine Angebote des Bezirks kürzen und keine Einrichtungen schließen. Jedoch werde es Leistungen geben, die der Bezirk künftig einkaufen müsse, so Balzer. So könnten beispielsweise bald private Firmen die Fuhrleistungen des Gartenbauamtes übernehmen. Auch bei der Grünflächenpflege wird überlegt, weitere Aufgaben auszulagern. Ganze Fachbereiche an externe Dienstleister abzugeben, wie es etwa Neukölln mit seinem Gartenbauamt getan hat, schließt Balzer jedoch aus. Die Folgen der Kürzungen werden aber auch die Reinickendorfer zu spüren bekommen. Sie müssen sich in den Ämtern, wo die Mitarbeiter die zunehmenden Aufgaben bei immer weniger Personal bewältigen müssen, auf längere Wartezeiten einstellen.


Ulrike Kiefert / uk
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