Reinickendorfer Wochenblatt erschien 1994 zum ersten Mal

Der Titel der Erstausgabe vom 3. Februar 1994. (Foto: Christian Hahn)

Reinickendorf. In Reinickendorf stellt die SPD den Bürgermeister mit Detlef Dzembritzki, in Berlin regiert die Große Koalition mit Eberhard Diepgen an der Spitze: das ist 20 Jahre her. Damals – 1994 – wurde zum ersten Mal das Reinickendorfer Wochenblatt verteilt.

Erscheinungsdatum war der 3. Februar. Das Blatt hat sich seither sehr verändert. Zu Beginn umfasste es nur sechs Seiten. Fotos fielen kleiner aus, von Farbe gab es kaum eine Spur. Die Werbung von Möbel- und Supermärkten wies DM-Preise aus. Und Internetverweise fehlten gänzlich. Das World Wide Web hatte sich noch nicht als Massenmedium etabliert.Gleichwohl fanden die Leser von Anfang an viele Informationen zu ihrem Kiez. Das Highlight für das damalige kommende Wochenende fand jedoch in Charlottenburg statt: Für Freitag wurde die „Olympische Nacht“ angekündigt und dazu die Weitspringerin und Olympiasiegerin Heike Drechsler erwartet.Dass die Jahrzehnte lange Ost-West-Teilung noch allgegenwärtig war, wird in einem Leseraufruf deutlich: Unter dem Titel „Wir sind eine Stadt“ bat das Wochenblatt seine Leser, gegenseitige Vorurteile von „Wessis“ und „Ossis“ mit Beispielen aus ihrem Umfeld zu widerlegen.Das diesjährige Jubiläum – 25 Jahre Mauerfall – ruft die einstige Teilung wieder ins Bewusstsein. Ein solcher Leseraufruf wäre heute in der Form nicht mehr denkbar. Berlin ist weiter zusammengewachsen und als Weltstadt bunter geworden – ebenso wie das einstige Wochenblatt.Farbe ist mittlerweile Standard. Die Ausgaben sind wesentlich umfangreicher. Sie sind gefüllt mit noch mehr Informationen zu Kiezleben, Handel, Wirtschaft, Kultur und Politik. Mit der Ausgabe vom 10. September 2003 wurde aus dem Wochenblatt schließlich auch die Berliner Woche.


Sandra Barth / sb
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