Schulleitung des Suttner-Gymnasiums fordert Mitspracherecht

Reinickendorf. Der Bau der Mensa für das Bertha-von-Suttner-Gymnasium, Reginhardstraße 172, bleibt weiter umstritten. Auch eine Sondersitzung des Bauausschusses am 10. Oktober konnte die Gemüter an der Schule nicht beruhigen.

Eigentlich wünschen sich Schüler, Lehrer und Eltern seit Langem eine Mensa für das weit über Reinickendorf hinaus beliebte Gymnasium mit seinen rund 1300 Schülern. Zunächst war vom Bezirksamt die Erweiterung der Aula zu einer Mensa geplant. Die konnte die Schule jedoch abwenden, weil die Aula dringend für den Unterrichtsalltag benötigt wird. 2013 legte das Bezirksamt die Planung des Architekten Christoph Garbers vor, die auch im Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses Anklang fand. Allerdings weniger im Gymnasium. "Der Entwurf sieht aus, als wäre er nicht für diese Schule geplant", sagt Schulleiterin Jutta Randelhoff-Szulczewski. Das geplante Gebäude passe nicht in die bisherige Formation der Schule aus zwei Komplexen aus den 1960er- und 1980er-Jahren.

In der Kritik steht unter anderem eine riesige Glasfront, von der die Schulgremien eine zu starke Erhitzung im Sommer und Probleme mit blendendem Licht fürchten. Sie fürchten zudem, dass die Mensa so nur eingeschränkt für andere Zwecke außerhalb der Essenszeiten nutzbar wäre.

"Normaler Rahmen"

Für Bürgermeister Frank Balzer (CDU) hingegen "bewegt sich die Planung im normalen Rahmen". Stephan Schmidt, CDU-Fraktionschef in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV), ergänzt, dass Feinabstimmungen mit den Schulvertretern durchaus möglich seien.

Für SPD-Fraktionschef Gilbert Collé steht dagegen fest, dass die Mensa "an den Wünschen der Schule vorbei geplant wurde". Für Bündnis 90/Die Grünen hofft Andreas Rietz, dass Schule und Architekt doch noch zusammenkommen. Die Gefahr der Überhitzung und der Blendung sei mit leichten Änderungen zu bannen. Gleichwohl sieht auch er ein "Kommunikationsdesaster": "Das Bezirksamt hat nur das Notwendigste an Information geliefert." Mit Präsentation und Diskussion des vorliegenden Entwurfs in den Schulgremien mit allen Beteiligten hätte der Bezirk viel Konfliktstoff vermeiden können.

Nach bisherigem Stand werden in diesem Jahr 50.000 Euro für die Planung der Mensa aufgewandt. Mit Baubeginn werden 2014 rund eine Million Euro fließen, bis das Vorhaben dann 2015 mit weiteren 500.000 Euro abgeschlossen werden soll. Aus der Schule hört man auch immer wieder, dass mit einer anderen Planung diese Kosten hätten niedriger ausfallen können.


Christian Schindler / CS
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