Spaziergänge zu Stolpersteinen geplant

Reinickendorf. Anlässlich des 75. Jahrestages der Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 lädt die Arbeitsgemeinschaft Stolpersteine Reinickendorf am 10. November zu zwei Spaziergängen zu Stolpersteinen in Frohnau und Hermsdorf ein.

An den einzelnen Verlegeorten wird an die jeweiligen Personen oder Familien erinnert. Die Steine sollen auch gereinigt werden. Dabei sind die Teilnehmer zur Mithilfe aufgerufen. Die Dauer der Spaziergänge beträgt eineinhalb bis zwei Stunden.Treffpunkt in Frohnau ist um 11.30 Uhr der Gedenkstein vor der Kirche am Zeltinger Platz. Der Weg führt zum Knappenpfad 7, wo die Familie Freund lebte. Weiter geht es in die Kreuzritterstraße 12 a. Dort liegt ein Stein, der an die Eheleute Israel erinnert. Am Ludolfinger Weg 42 lebte Rudolf Herzfeld und in der Straße Im Amseltal 29 die Familie Herrmann. Dann geht es zurück zur Kirche.

Der Spaziergang wird begleitet von der Stadtführerin Karin Pollock, die zwischen den Stolpersteinen Geschichten zu Frohnau erzählt.

Treffpunkt in Hermsdorf ist um 11 Uhr vor der Dorfkirche in Alt-Hermsdorf, Ecke Almutstraße. Der Rundgang führt über den Bornepfad 4-6. Hier lebte die Familie Bukofzer, außerdem Frau Bonis und Herr Dr. Meyer. Weiter geht es in die Berliner Straße 20, wo einst die Geschwister Wangenheim ihr Zuhause hatten. Weiteres Ziel ist die Schlossstraße 1, wo Steine für den Rabbiner Klein und seine Frau verlegt sind. Und in der Wachsmuthstraße 9 lebte Dr. Inge Kassel mit ihrer Tochter.

Weiter geht es dann zum Falkentaler Steig 16. Auf den dortigen Steinen stehen die Namen von Familie Broh, den Eheleuten Arndt und Latte, sowie von Herrn Redlich. Dort befindet sich auch die Gedenktafel, die an die Geschichte des Gebäudes Falkentaler Steig erinnert, das erst Kinderheim, dann Synagoge und schließlich das sogenannte "Judenhaus" war.


Christian Schindler / CS
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