Spiegel-TV erhebt Vorwürfe gegen Polizei

Reinickendorf. Der Mord an dem 26-jährigen Tahir Ö. am 10. Januar rückt jetzt die Polizei in ein negatives Licht. Anlass ist ein Bericht von Spiegel-TV vom 2. Februar, nachdem die Berliner Polizei von den Mordplänen wusste und das spätere Opfer nicht warnte.

Wie mittlerweile bekannt ist, war der Anlass des Mordes von Tahir Ö. eine Auseinandersetzung vor einer Diskothek in Mitte im Oktober vergangenen Jahres. Dabei war ein Hells-Angels-Rocker von drei Männern schwer verletzt worden. Die Rockergröße Kadir P., mittlerweile mit sieben weiteren Tatverdächtigen in Haft, soll daraufhin den Mord an Tahir Ö. in Auftrag gegeben haben. Ein V-Mann informierte die Polizei darüber.

Nach dem Mord ließ die Polizei verlauten, sie habe Tahir Ö. nicht gewarnt, weil sie sicher war, dass er sich im Ausland aufhalte. Laut Spiegel-TV soll die Polizei jedoch fünf Tage vor dem Mord ein Gespräch abgehört haben, indem ein Informant Kadir P. mitgeteilt habe, dass der Mann in eben jenem Wettbüro zu finden sei, indem er später erschossen wurde. Damit hätten die Beamten von der Anwesenheit des selbst als Intensivtäter bekannten Tahir Ö. in Berlin gewusst und ihn auch vor der konkreten Gefahr warnen können.


Christian Schindler / CS
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