Sporthallensanierung belastet Etat, Mensa-Bau ungewiss

Die Fällung der markanten Pappel vor dem Bertha-von-Suttner-Gymnasium erregt noch immer die Gemüter. (Foto: privat)

Reinickendorf. Ob am Bertha-von-Suttner-Gymnasium an der Reginhardstraße 172 in diesem Jahr mit dem Bau der umstrittenen Mensa begonnen wird, ist wieder offen - Grund sind zwei Havarien aus dem Jahr 2013.

Selten war der Besucherbereich des Bezirksverordneten-Saals so überfüllt. Zahlreiche Schüler des Suttner-Gymnasiums wollten reden und protestieren. Protestieren gegen die Fällung einer Pappel am Eingangsbereich der Schule in den Winterferien (wir berichteten) und reden über die neue Mensa, mit deren Bau in diesem Jahr begonnen werden soll, und die an der Schule noch immer kritisch gesehen wird.

Doch nun scheint es, dass in dieser Auseinandersetzung zwischen Schule und Bezirksamt Zeit gewonnen ist - durch das Unglück anderer. 2013 brannte die Sporthalle der Ellef-Ringnes-Grundschule in Heiligensee ab. Dann erlebten die bezirklichen Bauleute eine böse Überraschung bei der Sanierung der Franz-Marc-Grundschule und der Julius-Leber-Schule in Tegel. Sie fanden in dortigen Hallen ungeschützte Stahlträger vor, was mit heutigen Brandschutzbestimmungen nicht vereinbar ist.

"Wir haben dadurch bisher nicht gedeckte Kosten in Höhe von 2,5 Millionen Euro", sagt Bürgermeister Frank Balzer (CDU). Berücksichtigt man Versicherungszahlungen für die Ringnes-Schule, braucht der Bezirk für einen Neubau der Sporthalle rund 700 000 Euro. Für die Sanierung zweier Turnhallen und einer Gymnastikhalle des Marc-Leber-Komplexes werden dann noch einmal 1,5 Millionen Euro fällig. Das könnte dazu führen, dass das Suttner-Gymnasium weiter auf eine Mensa warten muss. Eine Entscheidung könnte noch im Februar fallen.

Was die an der Schule umstrittene Mensa-Planung angeht, verteidigten die Stadträte weiter den rund 1,5 Millionen Euro teuren Bezirksamtsentwurf. Schulstadträtin Katrin Schultze-Berndt (CDU) wies darauf hin, dass der ursprüngliche Entwurf auf Wunsch der Schule in fünf Punkten geändert wurde, unter anderem mit einer größeren Küche. Bürgermeister Balzer sagte, dass die Schule für einen von ihr favorisierten Entwurf keine konkreten Planungsunterlagen vorgelegt hätte.

Zur in den Winterferien gefällten Pappel, neben der auch ein Ahorn gefällt wurde, betonte Baustadtrat Martin Lambert (CDU), dass der Bezirk dort seiner Verkehrssicherungspflicht nachkommen musste.


Christian Schindler / CS
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