Bald alles schick? Erste Ergebnisse im Projekt für Sauberkeit und Sicherheit

Den ungepflegten Grünanlagen im Auguste-Viktoria-Kiez hat das Projekt „Alles sauber, alles schick“ den Kampf angesagt. (Foto: Berit Müller)
 
Kein seltenes Bild: Überquellende Papierkörbe, drum herum liegt Unrat. (Foto: Ulrike Droske)

Reinickendorf. Den Dreckecken im Wohngebiet hat das Projekt „Alles sauber! Alles schick?“ den Kampf angesagt, das Anwohner mit Hilfe des Quartiersmanagements im Auguste-Viktoria-Kiez umsetzen. Für mehr Sicherheit und Sauberkeit will die Initiative sorgen.

Fünf Streifgänge im 78 Hektar großen QM-Gebiet sollten zunächst einer Bestandsaufnahme dienen: Rund 35 Anwohner hatten dabei im November vergangenen Jahres ihre Eindrücke gesammelt und notiert. Sie hielten fest, wo besonders viel Müll auf den Straßen liegt, wo sich Tretminen häufen und wo düstere Straßenabschnitte Gefühle der Unsicherheit auslösen. Fehlende oder kaputte Papierkörbe, Sperrmüll auf der Straße, defekte Laternen, ungepflegte Grünstreifen – solche und andere Missstände gilt es nun zu beseitigen.

Ende Januar traf sich die Initiative erstmals mit Vertretern der Berliner Stadtreinigungsbetriebe, der BVG, der Polizei, Wohnungsunternehmen und des Bezirksamts im Quartiersbüro in der Graf-Haeseler-Straße zum gegenseitigen Austausch. „Die Schilderungen der jeweiligen Eindrücke ergaben ein umfassendes Bild der Situation vor Ort“, berichtet Sebastian Bodach vom QM-Team. Wichtige Erkenntnis der Zusammenkunft: „Das Quartiersmanagementgebiet Auguste-Viktoria-Allee ist im städtischen und bezirklichen Vergleich bezogen auf Sauberkeit und Sicherheit ein völlig durchschnittlicher Kiez. Hier ist zwar nicht ‚alles sauber, alles schick‘, aber es ist eben auch nicht schmutziger oder gefährlicher als anderswo.“

Dennoch hätten alle Beteiligten die Idee begrüßt, gemeinsam etwas für den Kiez zu tun. Und es stellte sich heraus, dass es bereits eine Reihe von Angeboten seitens der Verantwortlichen gibt. Neben Infoveranstaltungen an Schulen bietet die BSR beispielsweise ihre Aktion „Kehrenbürger“ an. Wenn sich Leute zu einer Putzaktion zusammenfinden, liefert die Stadtreinigung kostenlos das notwendige Zubehör und holt es mit dem gesammelten Unrat ab. Die Polizei kooperiert mit diversen Schulen im Bezirk in puncto Gewaltprävention. Das Wohnungsunternehmen Gewobag stellt Frühjahrsputz und andere Initiativen mit seinen Mietern auf die Beine.

Am Ende des Treffens vereinbarten die Parteien, solche Aktionen künftig noch besser aufeinander abzustimmen und auf den Kiez zuzuschneiden. Vor allem wolle man die Anwohner stärker einbinden, so Sebastian Bodach. Das Quartiersmanagement soll dabei eine zentrale Rolle übernehmen, indem es Anregungen und Hinweise der Menschen im Kiez sammelt und weiterleitet.

Am 29. März um 18 Uhr geht das Projekt „Alles sauber! Alles schick?“ in die nächste Runde. Dann findet im Pfarrsaal der Kirchengemeinde St. Rita in der General-Woyna-Straße 56 eine Bürgerversammlung statt, in der die bis dahin gesammelten Ergebnisse des Projektes vorgestellt und ergänzt werden. BSR, Wohnungsunternehmen und Bezirksamt haben ihr Kommen zugesagt. Außerdem ist geplant, Arbeitsgruppen aufzubauen, die sich um die Sauberkeit in den einzelnen Kiezen kümmern und gemeinsame Aufräumtermine anberaumen.

Interessierte, die im Projekt mitwirken möchten, sind willkommen. Kontakt gibt es per E-Mail an sauber-im-kiez@gmx.de oder an die Quartiersmanager: team@qm-auguste-viktoria-allee.de. bm

Mehr Infos übers Quartiersmanagement unter Telefon  67 06 49 99 oder im Netz: www.qm-auguste-Viktoria-allee.de
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