Mehr als 500 neue Kitaplätze entstanden im Bezirk

Diese Kinder haben in der neuen Kita "Fidibus" an der Amendestraße einen Platz gefunden. (Foto: ArchivKiefert)

Reinickendorf. Die Kitaplatz-Situation wird sich im Bezirk bis Jahresende weiter entspannen. Mehr als 500 neue Plätze konnten bereits realisiert werden. Einige Ortsteile sind aber immer noch unterversorgt.

Der Bezirk arbeitet ehrgeizig daran, den Engpass bei den Kitaplätzen zu beheben. In Reinickendorf-Ost hat an der Amendestraße eine neue Einrichtung mit 120 Plätzen eröffnet, eine weitere in Reinickendorf-West für 50 Kinder. Auch in anderen Ortsteilen entstehen neue Kitaplätze. Insgesamt 752 sollen es laut Planung in diesem Jahr sein. Die Mehrheit ist bereits realisiert. 200 Plätze fehlen noch. "Wir gehen aber davon aus, dass diese noch kommen", informierte Jugendamtsleiterin Marianne Desens am 27. August im Jugendhilfeausschuss.

Fördermittel müssen noch genehmigt werden, damit Träger neu- oder ausbauen können. So sind etwa im Auguste-Viktoria-Kiez 90 und im Märkischen Viertel 60 weitere Plätze geplant. Die Situation werde sich also bis Jahresende weiter entspannen, so Marianne Desens. Mehr als 8800 Kinder besuchen eine der 130 Kitas im Bezirk. Die angebotenen Plätze sind damit zu etwa 98 Prozent vergeben. Die Betreuungsquote bei den unter Dreijährigen liegt aktuell bei 66 Prozent, im Vorjahr waren es noch 58 Prozent. In der Altersgruppe der Drei- bis Sechsjährigen werden gar 94 Prozent der Kinder betreut.

Dennoch sind die einzelnen Ortsteile beim Angebot unterschiedlich aufgestellt. Während Tegel, Frohnau und Hermsdorf teilweise sogar mehr freie Plätze als Kinder haben, sind das Märkische Viertel und Reinickendorf-Ost und -West immer noch unterversorgt. Das Problem: Dort gibt es keine geeigneten Grundstücke oder Gebäude für wohnortnahe Kitas. Unversorgte Kinder müssen entweder in einen anderen Ortsteil vermittelt werden oder auf ihren Kitaplatz warten. Auch der Mangel an Fachkräften ist ein Manko. Denn wo Erzieher fehlen, können keine Kinder betreut werden, obwohl es genügend Plätze gibt.


Ulrike Kiefert / uk
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