Wohngeld wurde erhöht: Nicht alle wissen von der Verbesserung

Michael Schulz stand Heribert Heines im Bemühen um das korrekte Wohngeld bei. (Foto: Christian Schindler)

Reinickendorf. Mit Beginn des Jahres 2016 hat die Bundesregierung eine Erhöhung des Wohngeldes beschlossen. Die Auswirkungen sind dabei manchmal skurril.

Der Tegeler Heribert Heines hat 2015 für seine 51-Quadratmeter-Wohnung eine Mieterhöhung erhalten – und bekam anschließend einen geringeren Wohngeldbescheid. Der staatliche Zuschuss sank von 35 Euro auf 19 Euro. Sein Widerspruch wurde abgelehnt.

Noch im Dezember sprach der Einzelverordnete Michael Schulz (Graue Panther) deswegen beim zuständigen Stadtrat Uwe Brockhausen (SPD) vor. Ergebnis: Heines kann sich künftig über einen Zuschuss von 76 Euro freuen, und muss dafür nicht den nach einem abgewiesenen Widerspruch teuren und aufwendigen Rechtsweg beschreiten.

Schulz wundert sich nun, dass seitens der Verwaltung seiner Ansicht nach unzureichend auf die Erhöhung des Wohngeldes hingewiesen wird, die die Bundesregierung zu Beginn des neuen Jahres beschlossen hat und von der nach Regierungsschätzungen rund 870.000 Haushalte profitieren werden.

Zumindest auf Reinickendorf trifft das Informationsdefizit nicht zu. Stadtrat Brockhausen hatte schon am 14. Dezember in einer Pressemitteilung auf die Erhöhung hingewiesen, und auch darauf, dass Wohngeld nur auf Antrag bewilligt wird.

Der Rentner Heines hatte auf sein Problem übrigens in einer Sprechstunde des Verordneten Schulz hingewiesen. Der steht in seinem Büro im Rathaus, Eichborndamm 215-239, nach Terminabsprache unter  902 94 20 98 für Bürgerberatungen zur Verfügung. CS
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