„Das war wirklich fantastisch“: 460 Menschen radelten durch den Bezirk

Die Fahrrad-Rallye am 14. Mai war das erste gemeinsame Projekt der drei großen Sportvereine – weitere sollen zeitnah folgen. (Foto: Michael Nittel)

Reinickendorf. 460 Kinder und Jugendliche, Frauen und Männer sind am 14. Mai im Rahmen der Großen Fahrrad-Rallye durch den Bezirk Reinickendorf geradelt.

Dies war der erste Event, den die drei großen Sportvereine TSV Berlin-Wittenau, VfB Hermsdorf und VfL Tegel gemeinsam organisiert und durchgeführt haben. Weitere sollen folgen.

„Das war wirklich fantastisch“, ließ sich eine Teilnehmerin zitieren, nachdem sie am Muttertag die 38 Kilometer durch alle Ortsteile bei bestem Fahrradwetter absolviert hatte. „Wahnsinn, was es im Bezirk so alles zu sehen gibt.“ 43 Kinder absolvierten zudem eine Mini-Rallye durch den Freizeitpark Lübars. Damit wurde die Rekordzahl von 600 Teilnehmern zwar nicht erreicht – bei den veranstaltenden Vereinen ist man aber optimistisch, diese Marke in den nächsten Jahren zu knacken. Am Nachmittag waren dann aber doch noch mehr als 1000 Besucher in der alten Fasanerie unterwegs, um sich über eines der zahlreichen Sportangebote der drei Klubs vom Judo bis zum Bogenschießen zu informieren.

Ein gemeinsames Oktoberfest ist geplant

Mit der diesjährigen Fahrrad-Rallye fiel quasi auch der Startschuss der Kooperation der drei Vereine. Weitere spannende Sportprojekte sollen folgen, die – im Gegensatz zur traditionellen über 40 Jahre alten Fahrrad-Rallye – neu sein werden. Zudem sollen ein Frühlingsball sowie ein gemeinsames Oktoberfest organisiert werden.

Kurioserweise sei es die Flüchtlingsthematik und die Beschlagnahmung diverser Sporthallen gewesen, die dazu geführt haben, dass die drei Vereine enger zusammengerückt sind: „Plötzlich waren wir gezwungen, Lösungen für die geflüchteten Menschen, aber auch Lösungen für unsere Sportler zu finden“, erinnert sich Elke Duda vom TSV. „Dadurch ist eine Gemeinschaft erwachsen, die wir nun vorantreiben möchten.“ Und ihre Kollegin Susanne Jurchen ergänzt: „Wir sind einfach der Meinung, dass bei begrenzten räumlichen Kapazitäten die Vereine nicht zwangsläufig miteinander konkurrieren müssen, sondern die Kompetenzen und Kapazitäten lieber bündeln, um das bestmögliche für den Sport und die hier lebenden Menschen zu erreichen.“ min
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