Die Füchse Berlin bekommen ein neues Zuhause

Das neue Vereinsheim am Freiheitsweg: Im vorderen Bereich wird noch ein Kleinfeld-Kunstrasenplatz angelegt. (Foto: Nittel)

Reinickendorf. Die Füchse Berlin haben am 10. Mai ihr neues Vereinsheim am Freiheitsweg eingeweiht. Anschließend besichtigten rund 400 Füchse-Mitglieder sowie zahlreiche Gäste aus Politik und Wirtschaft das Haus.

Auf rund 800 Quadratmetern befinden sich die neue Geschäftsstelle, ein Fanshop, vier Umkleidekabinen, ein Sportraum und ein Vereinslokal. Die Büros der Geschäftsstelle wurden unter anderem von Füchse-Sportdirektor Rüdiger Kreische bereits bezogen. Auch der Fanshop ist schon geöffnet. Der Sportraum, in dem künftig regelmäßig Qi Gong, Seniorenfitness, Rückentraining, Aerobic, Pilates und viele weitere Sportangebote angeboten werden sollen, wird in diesen Tagen fertiggestellt.

Vorgesehen ist, dass das Vereinslokal ab dem 1. Juni seinen Betrieb aufnimmt. Dort soll es dann für alle Gäste an sieben Tagen in der Woche von 10 bis 22 Uhr eine bürgerliche Küche sowie wechselnde Tagesangebote geben. Vor dem neuen Fuchsbau soll in den nächsten Wochen noch ein neuer Kleinfeld-Kunstrasenplatz angelegt werden. Im hinteren Bereich - zwischen Lokal und Tennisplätzen - ist zudem noch eine Terrasse geplant.

Die Kosten für den Neubau belaufen sich auf über 1,3 Millionen Euro. Davon trägt der Verein 80 Prozent, die Hälfte davon wurde von Mitgliedern und dem Verein aufgebracht, die andere Hälfte über ein zinsloses Darlehen durch den Senat. 20 Prozent der Kosten hat die Senatsverwaltung für Inneres übernommen. Die Bauzeit betrug insgesamt 13 Monate.

"Wir freuen uns sehr über unseren neuen Fuchsbau", erklärte Füchse-Präsident Frank Steffel am Rande der Einweihung. Mit seiner Lage in Reinickendorf-Ost wolle der Klub mit seinen rund 3000 Mitgliedern auch seiner gesellschaftspolitischen Verantwortung als einer der größten Vereine im Norden Berlins gerecht werden und insbesondere Kindern und Jugendlichen eine sportliche Heimat bieten. "Hier können sie wichtige Werte wie Fairplay, Disziplin und Respekt lernen", so Steffel.

Andreas Statzkowski, Staatssekretär für Inneres und Sport, lobte, dass sich die Füchse nicht zuletzt auch aufgrund der jüngsten Erfolge im Handball zu einem Aushängeschild für Berlin entwickelt und damit auch vielen Kindern und Jugendlichen den Anreiz gegeben hätten, sich sportlich zu betätigen. "Mit diesem Vereinsheim und der Umgestaltung des Vereinsgeländes haben die Füchse also künftig eine attraktive sportliche Basis und tragen mit ihrem Angebot zum Lebenswert in Berlin bei." Im Herbst soll der gesamte Sportpark mit Plätzen für Fußball, Hockey, Tennis und Beach-Volleyball fertiggestellt sein und mit einem großen Kiez-Fest eingeweiht werden.

Bleibt ein Traum, den allen voran Frank Steffel hat: eine Sporthalle auf dem Gelände. Eine Finanzierung über höhere Mitgliedsbeiträge wäre allerdings nicht vermittelbar und kommt nicht in Frage, so Sportdirektor Kreische: "Aber wenn man einen privaten Investor finden könnte, wäre das etwas anderes. Und in diesem Rahmen wird es demnächst auch Gespräche geben."


Michael Nittel / min
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