Spreefüxxe starten mit Sieg und Niederlage in die 1. Handball-Bundesliga

Christine Beier - Kapitänin und Nationalspielerin - wird auch in dieser Saison eine tragende Rolle übernehmen. (Foto: Nittel)

Reinickendorf. Die Handballerinnen der Füchse Berlin sind mit einem Sieg und einer Niederlage in die Saison der 1. Bundesliga gestartet. Doch die Leistungen des Aufsteigers waren in beiden Partien richtig gut.

Dem 31:17-Kantersieg bei den Vulkan-Ladies Koblenz Weibern folgte im ersten Bundesliga-Heimspiel am Sonnabend, 13. September eine 22:31-Niederlage gegen den Deutschen Meister Thüringer HC. Zwölf Minuten waren in dieser Partie gespielt, da rieben sich die rund 800 Zuschauer in der Sporthalle Charlottenburg verwundert die Augen: Zu diesem Zeitpunkt führten die Spreefüxxe, wie die Fans ihr Team liebevoll nennen, mit 10:4 gegen den haushohen Favoriten. "In der ersten Halbzeit hat meine Mannschaft das überragend gemacht", freute sich Füchse-Coach Lars Melzer. "Wir haben den THC nicht in sein gefährliches Umschaltspiel kommen lassen und haben vorn nicht überhastet abgeschlossen, sondern konzentriert unsere Chancen gesucht und genutzt."

Bis zur Pause gelang es den Damen aus Thüringen, zum 13:13 auszugleichen. Und nach dem Wechsel zeigte der amtierende Deutsche Meister ein ganz anderes Gesicht, agierte im Umschaltspiel hervorragend, war wesentlich effektiver und spielte letztlich seine individuelle Klasse gnadenlos aus. "In der zweiten Hälfte kam dann die Lawine von Thüringen und hat uns einfach überrollt", attestierte Melzer. "Trotzdem Glückwunsch an meine Mannschaft. Trotz der Niederlage gehen wir hier mit erhobenem Haupt vom Platz."

Und so können die Berlinerinnen nach nur zwei Spieltagen schon einmal eine positive Bilanz ziehen: Der erste, dazu noch klare Sieg ist eingefahren. Und die Neuverpflichtungen haben sich schon jetzt als richtige Verstärkungen entpuppt: Die Kreisläuferinnen Frida Tegstedt, die vom IK Savehof aus Schweden kam, und Susann Linke, zuletzt beim Frankfurter HC aktiv, haben ebenso überzeugt, wie Daniela Gustin auf Außen. Die 20-Jährige war aus Harrislee nach Berlin gewechselt. Darüber hinaus hat sich gezeigt, dass die Spreefüxxe jetzt noch ausgeglichener besetzt sind und auch in der Breite an Qualität zugelegt haben. So waren es in Koblenz die beiden Spreefüxxe Anna Blödorn und Anna Eber, die mit sieben beziehungsweise sechs Treffern maßgeblichen Anteil am Erfolg hatten. Mit Juliane Hedermann, die mit tollen Reflexen und ihrem Passspiel überzeugt, sowie mit Neuzugang Julia Plöger, die vom HC Leipzig kam, ist man auch auf der Position der Torhüterin bestens aufgestellt. Und dass die beiden Nationalspielerinnen Christine Beier und Natalie Augsburg wichtige, weil tragende Rollen im Team einnehmen, versteht sich ohnehin von selbst. Und auch das Berliner Publikum geht mit: Über 800 trotz der Niederlage begeisterte Besucher lassen auch für die Zukunft Einiges erwarten.

Auch Managerin Britta Lorenz ist überwältigt, dämpft aber sogleich die Erwartungen: "Wir haben nicht nur unseren ersten Auftritt in der 1. Liga genossen, sondern auch noch toll gespielt. Auch wenn ich jetzt nicht der Spielverderber sein möchte: Doch mit einem Sieg halten wir nicht die Klasse."

Am Sonnabend, 27. September präsentieren sich die Spreefüxxe von 19:30 Uhr an in der Sporthalle Charlottenburg, Sömmeringstraße 29, zum zweiten Mal dem eigenen Publikum: Und vielleicht gelingt gegen Frischauf Göppingen dann auch der erste Heimsieg der noch jungen Saison.


Michael Nittel / min
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