Fit für die Straße: Schüler treffen auf Experten

Uwe Karck von der Landesverkehrswacht mit den Brillen, die verschiedene Benebelungen simulieren. (Foto: Christian Schindler)
Berlin: Fuchsbau |

Reinickendorf. 665 Schüler haben vom 19. bis 22. September den Parcours „Fit für die Straße“ im Fuchsbau, Thurgauer Straße 66, durchlaufen.



Uwe Karck hantiert mit drei Brillen gleichzeitig. Das liegt aber nicht daran, dass der Polizeibeamte, der ehrenamtlich für die Landesverkehrswacht Berlin die Reihe „Fit für die Straße“ in Reinickendorf organisiert, es mit den Augen hat. Setzt man die eine Brille auf, sieht man die Welt so wie nach dem Konsum von Drogen. Eine andere zeigt den betrunkenen Blick auf die Welt. Und die dritte zeigt, dass es auch mit Restalkohol im Straßenverkehr schwierig werden kann.

Für die Veranstaltungsreihe haben sich das Bezirksamt, die Polizeidirektion 1, die Senatsverwaltung für Bildung und Jugend, das Führerscheinbüro Labo, das Technische Hilfswerk und die Sanitäter der Polizei zusammen getan, um jungen Leuten zu zeigen, was alles passieren kann, wenn man Warnungen vor Alkohol und Drogen nicht ernst nimmt. Als Gast liefert die Bundeswehr Hintergrund-Informationen, zum Beispiel die Herkunftsländer von Drogen (aktuell größter Cannabis-Produzent ist Afghanistan).

Andere Bezirke haben bereits Interesse am Projekt

Die Organisatoren setzen darauf, dass persönliche Erfahrung, zum Beispiel mit den Drogenbrillen, ganz anders wirkt als der beste Unterricht. Und tatsächlich. Beim Kettcar-Fahren haben die Jugendlichen schon Probleme, die Kurve zu kriegen. So wird ihnen bewusst, wie gefährlich es ist, sich bekifft oder alkoholisiert an Steuer oder Lenker zu setzen. Zugleich gibt es wertvolle Tipps, wie Erste Hilfe geleistet werden kann, wenn man Zeuge eines Unfalls wird.

Die Reinickendorfer Reihe ist so erfolgreich, dass es auch Interessenten aus anderen Bezirken gibt: Aktuell informierten sich Lehrer aus Charlottenburg und Weißensee darüber, wie eine solche Veranstaltung auch bei Ihnen organisiert werden könnte. CS
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2 Kommentare
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Barbara Majd Amin aus Schöneberg | 02.10.2016 | 23:46  
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Reinhard Wagner aus Reinickendorf | 03.10.2016 | 18:21  
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