Nicht barrierefrei: CDU kritisiert S-Bahnhof Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik

Der Wittenauer Bezirksverordnete Björn Wohlert im nicht-barrierefreien Aufgang zum S-Bahnhof Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik. (Foto: Björn Wohlert)

Reinickendorf. Den letzten S-Bahnhof im Bezirk ohne das „barrierefrei“-Siegel hat die CDU-Fraktion im Visier. Sie fordert, die Station Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik umzurüsten.

Barrierefrei darf sich ein Bahnhof nennen, wenn er über einen Aufzug oder eine Rampe mit Geländer und Zwischenabsätzen verfügt. Das reicht aber noch nicht – außerdem müssen die Bahnsteigbeläge ein Blindenleitsystem haben; Fahrpläne und Info-Aushänge in einer für Rollstuhlfahrer gut lesbaren Höhe angebracht sein. Nicht zuletzt sollen die Aufzüge Tasten mit Brailleschrift und/oder eine Geschossansage sowie ausreichend Bewegungsfreiheit bieten.

Von all dem kann am S-Bahnhof Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik nicht die Rede sein. Das muss sich ändern, hat die CDU-Fraktion der Reinickendorfer Bezirksverordnetenversammlung (BVV) beschlossen. „Für ältere und gehbehinderte Menschen sowie Familien mit Kinderwagen sollte ein unkomplizierter Zugang zum S-Bahnhof möglich sein“, sagt der Vorsitzende Tobias Siesmayer. Schließlich sei die Station Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik nicht nur ein Umsteigebahnhof von S- und U-Bahn, auch diverse Buslinien würden in der Nähe halten. Und sie sei die letzte nicht-barrierefreie in ganz Reinickendorf. Die CDU will das Anliegen nun im Verkehrsausschuss diskutieren und auch die anderen Fraktionen überzeugen. bm
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