Ordnungsamt zeigt Präsenz: Eltern parken oft rücksichtslos

Martin Lambert (links) mit zwei Mitarbeitern des Ordnungsamtes am 1. September vor der Evangelischen Schule Frohnau. (Foto: CS)

Reinickendorf. In diesen Tagen müssen Autofahrer mit verstärkten Kontrollen des Ordnungsamtes vor Schulen rechnen. Am 2. September hatten die Außendienstmitarbeiter 20 Grundschulen geschafft. Ziel ist es, so der zuständige Stadtrat Martin Lambert (CDU), in diesem Monat alle 60 Schulen des Bezirks besucht zu haben.

"Wir zeigen seit dem Schulbeginn regelmäßig Präsenz vor den Schulen", sagt Lambert. Denn oft seien Eltern so um ihre Kinder besorgt, dass sie mit dem eigenen Verhalten andere gefährden. So wollte auch prompt am 1. September ein Vater sein Kind direkt vor dem Eingang der Evangelischen Schule Frohnau am Sigismundkorso absetzen, und blockierte dabei Einfahrt wie Straße.

Vor den bis Anfang September kontrollierten 20 Grundschulen haben die Ordnungsamtsleute 18 Bußgelder wegen Ordnungswidrigkeiten verhängt. Dabei zeigt sich immer dasselbe Problem: Eltern möchten die Kinder so nah wie möglich an den Schuleingang fahren und sorgen damit für unübersichtliche Verkehrssituationen. Und die bleiben dann nach Lamberts Beobachtung auch eine Weile bestehen, wenn mehrere Eltern auch noch miteinander plaudern.

Dabei lässt sich laut Lambert das Problem leicht umgehen: "Man kann jederzeit in einer Seitenstraße ungefährlich anhalten, und das Kind muss auf dem Weg zur Schule trotzdem keine Straße queren."

Während des Ortstermins vor der Evangelischen Schule Frohnau gab es dann noch eine Verkehrsbehinderung, die das Ordnungsamt nicht stoppen konnte: Eine Reisebus sollte eine Schülergruppe abholen, der dann von der Polizei einer technischen Kontrolle unterzogen wurde. Ergebnis: Der Bus musste erst einmal stehen bleiben, die Fahrt mit den Kindern wurde dem Fahrer untersagt.


Christian Schindler / CS
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