Keine Chance dem Trickbetrug: Lebensmittelkontrollen ohne Bargeld

Reinickendorf. Die Kontrolleure der Veterinär- und Lebensmittelaufsicht sind künftig ohne Bargeld unterwegs – und sie nehmen auch keins mehr entgegen. Das Bezirksamt will damit sowohl seine Mitarbeiter als auch Gewerbetreibende vor Kriminellen schützen.

Es betrifft fällige Gebühren ebenso wie das Verwarnungsgeld bei Verstößen: Beides erhebt die Reinickendorfer Veterinär- und Lebensmittelkontrolle nach dem 1. August nur noch per Bescheid. Einzuzahlen sind die Beträge dann via Überweisung oder an der Kasse des Ordnungsamtes. Nach Angaben des für die Kontrollen zuständigen Stadtrates Martin Lambert (CDU) reagiert das Bezirksamt mit dieser Maßnahme vor allem auf die Hinweise von Gastronomen – so hätten sich in jüngster Zeit Berichte von Gewerbetreibenden gemehrt, bei denen vermeintliche Lebensmittelkontrolleure mit gefälschten Papieren Gebühren eintreiben wollten. „Mit unserer präventiven Maßnahme wollen wir den Gastronomen Sicherheit geben“, so Lambert. „Sollte nun jemand vor Ort Bargeld fordern, rate ich dazu, unverzüglich die Polizei zu benachrichtigen, denn dann handelt es sich um einen Betrugsversuch.“

Doch auch die Kontrolleure selbst will der Bezirk mit der bargeldlosen Verfahrensweise schützen. „Wir möchten unsere Mitarbeiter nicht unnötig einer Gefahr aussetzen“, sagt der Stadtrat. „Schließlich sind sie meist allein im Bezirk unterwegs, das birgt ein höheres Risiko, wenn sie viel Bargeld bei sich führen.“ bm
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