Historikerin will an den Pankower Louis Schmidt erinnern

Christel und Helmut Liebram wünschen sich, dass es bald eine Louis-Schmidt-Straße in Rosenthal gibt. (Foto: BW)

Rosenthal. Die Heimatforscherin Christel Liebram beantragte beim Bezirksamt, die Straße 140 in Rosenthal nach Louis Schmidt zu benennen.

Wer Louis Schmidt war und warum sie sich so dafür einsetzt, dass eine Straße nach ihm benannt wird, möchte sie am 10. April um 15 Uhr in einem Vortrag im Brosehaus in der Dietzgenstraße 42 erläutern.

Schmiedemeister Louis Schmidt (1836-1914) war ehrenamtlicher Gemeindeschöffe und viele Jahre stellvertretender Bürgermeister von Pankow. Beigesetzt wurde er auf dem Friedhof am Bürgerpark. Nach ihm war sogar schon einmal eine Straße, die heutige Kattegatstraße, benannt. Als seinerzeit ein Teil des Bezirks Pankow an Wedding ging, wurde diese Straße 1938 umbenannt. Man wusste in Wedding mit dem Namen Schmidt nichts anzufangen.

Anlass für das Interesse von Christel Liebram an Louis Schmidt war eine Anfrage von Klaus-Dietmar Schmidt aus Hemmingen. Dieser komplettierte gerade seinen Familienstammbaum und wandte sich an das Bezirksmuseum, um mehr über seinen Vorfahren zu erfahren. Bei einem Besuch in Berlin entdeckte er dessen zerfallene Grabstätte auf dem Friedhof I in Pankow. Er und seine Frau ließen diese wieder herrichten.

Nach bisherigen Recherchen ist klar: Louis Schmidt betrieb die alte Schmiede Pankow in der Wilhelm-Kuhr-Straße 1. Christel Liebram fand bei ihren Recherchen heraus, dass die Wurzeln der Familie aber in Rosenthal liegen. Mindestens drei Generationen wirkten in der Schmiede in der Schönhauser Straße 5.


Bernd Wähner / BW
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