Bunte Klamotten und Berge von Spielsachen in der „Krabbelkiste“ an der Hauptstraße

In der Krabbelkiste gibt es jede Menge Spiele. Projektleiter Steven Schelinski hofft jetzt auf viele Besucher. (Foto: Bernd Wähner)
Berlin: Krabbelkiste |

Wilhelmsruh. Wenn Kinder den großen Laden in der Hauptstraße 5 betreten, dann schlagen ihre Herzen höher. Dort stapeln sich unzählige Spiele und an etlichen Ständer hängt Kinderbekleidung. Allerdings ist das kein gewöhnlicher Laden, sondern das neue gemeinnützige Projekt „Krabbelkiste“.

Initiiert wurde es vom Verein SJB Netzwerk. „Unser Verein ist ein Träger, der sich im Bereich von Kinder-, Jugend- und Seniorenarbeit engagiert“, sagt Steven Schelinski, der Leiter der „Krabbelkiste“. Unter anderem betreibt der Verein eine Lehrbücherbörse und eine Holzwerkstatt, in der Lehrmittel für Kindergärten, Vorschulen, Schulen und Verkehrsgärten hergestellt werden. "Wir stellten fest, dass bei Familien mit kleinem Geldbeutel der Bedarf an Kinderbekleidung, Kinderwagen und Spielzeug groß ist. Deshalb kamen wir auf die Idee, Spenden zu sammeln und diese dann an Familien mit geringem Einkommen weiterzugeben.“

Das Pankower Jobcenter fand die Idee so gut, dass es die „Krabbelkiste“ fördert. Geeignete Räume fand der Verein SJB Netzwerk nahe dem S-Bahnhof Wilhelmsruh. „Die Räume sind so groß, dass wir alle Sachen ansprechend präsentieren können“, freut sich Steven Schelinski. „Wer zu uns kommt, soll sich hier auch wohlfühlen.“

Vor Ort abgeholt

In den vergangenen Wochen sammelte das siebenköpfige Team Spielzeug, Bekleidung und alles, was Kinderherzen höher schlagen lässt. Schelinski: „Die Spendenbereitschaft der Berliner war bisher riesig." Viele kommen selbst vorbei und bringen die Sachen, andere melden sich unter  39 80 53 91 oder per E-Mail krabbelkiste@sjb-netzwerk.de. Die Spenden werden dann vor Ort abgeholt.

Alle Spenden werden auf ihren Zustand hin geprüft. Bei Bedarf reinigen die Mitarbeiter die Sachen oder beheben kleinere Schäden. „Inzwischen haben wir so viele Sachen, dass wir nun auf noch mehr Familien hoffen, die bei uns vorbeikommen und Spielzeug, Kinderwagen oder Bekleidung mitnehmen“, sagt Steven Schelinski.

Damit alles korrekt und gerecht weitergegeben wird, hat sich der Träger ein Punktesystem ausgedacht. Jede Familie, die sich mit ALG-II-Bescheid in der „Krabbelkiste“ vorstellt, bekommt 100 Punkte im Monat. Für das zweite und jedes weitere Kind gibt es noch einmal 50 Punkte dazu. Mit den Punkten kann dann „eingekauft“ werden. Unterwäsche gibt es zum Beispiel bereits für zwei Punkte und einen Kinderwagen erhält eine Familie für fünfzig Punkte. „Mit dem Punkte-System möchten wir erreichen, dass die Sachen wirklich nur für den Eigenbedarf mitgenommen werden“, erläutert der Projektleiter. BW

Geöffnet ist die „Krabbelkiste“ montags bis freitags von 9 bis 15 Uhr. Weitere Informationen auf http://asurl.de/12sw.
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