Rudowerin sammelt Geld für Kinder in Tansania

Die Wippe auf dem neuen Spielplatz der Samaria Nursery School in Daressalam wird von den Kindern täglich genutzt. (Foto: Angela Goudkuil)

Rudow. Im Rahmen eines internationalen Austauschprojektes konnte die angehende Grundschullehrerin Maria-Raphaela Lenz im September Erfahrungen in einer Vorschule in Tansania sammeln. Mithilfe von Spenden sorgte sie im Anschluss dafür, dass die Kinder einen richtigen Spielplatz bekommen.

Vor ihrem Eintritt ins Berufsleben wollte die 24-jährige Maria-Raphaela Lenz ein paar Erfahrungen im Ausland sammeln und ging als Volontärin in eine Vorschule nach Daressalam in Tansania. Dort sind die Bedingungen, unter denen die Kinder eine Vorschule besuchen, natürlich ganz andere als hierzulande. So gab es für die Kleinen weder Schülertoiletten noch Spielzeug. Alle Kinder wurden gemeinsam in einem Klassenraum unterrichtet. So kamen die Volontärin und ihre 21-jährige Kollegin Angela Goudkuil aus den Niederlanden auf die Idee, den Kindern mit Spenden einen Spielplatz zu finanzieren (wir berichteten). Mit Erfolg: Nach ihrer Rückkehr aus Tansania sammelte die Rudowerin insgesamt 2 000 Euro für den Spielplatz. Das Geld schickte sie an ihre niederländischen Kollegin, die noch vor Ort weilt. Schon vor Jahresende war der Spielplatz fertig und wurde mit einem großen Fest eingeweiht. "Vor dem Schulgebäude gibt es jetzt Schaukeln, eine Rutsche, ein Karussell und eine Wippe. Außerdem wurden hinter dem Haus für die Schüler Toiletten errichtet und jedes Kind hat jetzt einen eigenen, mit seinem Namen versehenen Trinkbecher", erzählt Maria-Raphaela Lenz. Zusätzlich hat die Schule, an der die niederländische Kollegin ihre Ausbildung zur Sozialarbeiterin macht, ein Dach bekommen, das jetzt den Flur, in dem überwiegend die kleineren Kinder unterrichtet werden, vor Regen und Sonne schützt.

"Zur Einweihung des Spielplatzes war die Freude der Kinder war riesengroß", berichtet Maria-Raphaela Lenz, die nach Erscheinen des Beitrags in der Berliner Woche sogar von Schülern der Rixdorfer Grundschule, wo sie einen Tanzkurs leitet, kleinere Taschengeld-Spenden für ihr Projekt bekam. "Es ist überwältigend, wie groß die Anteilnahme der Menschen hier für unsere Kinder in Tansania war", sagt die angehende Lehrerin. Und die Spendenaktion sei insgesamt eine interessante Erfahrung für sie gewesen: "So etwas würde ich jederzeit wieder machen."


Sylvia Baumeister / SB
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