„Wann, wenn nicht jetzt?“: Bürgermeisterin fordert U7 bis zum BER

Rudow. Die Berliner Koalition von SPD, Grünen und Linken will keine U-Bahn-Linie verlängern. Neuköllns Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) fordert jedoch weiterhin, die U7 von Rudow bis zum neuen Flughafen in Schönefeld auszubauen.

„Ein Hauptstadtflughafen braucht auch eine Hauptstadtanbindung“, sagt sie. Der BER solle nach seiner Eröffnung – Flughafenchef Karsten Mühlenfeld hält diese bis Ende 2017 für möglich – mehr als 33 Millionen Menschen pro Jahr abfertigen. Im Jahr 2030 sollen es knapp 47 Millionen sein.

„Wann, wenn nicht jetzt ist der Zeitpunkt, die Weichen zu stellen und den Ausbau der U7 anzugehen?“, fragt Giffey. Die Trassen für den Ausbau links der Waltersdorfer Chaussee und im Frauenviertel seien vorhanden, alle Flächen im Eigentum des Landes Berlin.

Der Knotenpunkt an der Rudower Spinne, von wo aus Busse zum Flughafen fahren, sei schon heute überlastet. Deshalb drohe nach der Flughafeneröffnung ein Verkehrschaos an diesem wichtigen Knotenpunkt.

Eine Verlängerung der U-Bahn-Linie wäre allerdings teuer: Rund 700 Millionen werden für die rund zehn Kilometer lange Strecke veranschlagt. Das Land Berlin setzt dagegen auf die Verdichtung des S-Bahntaktes und will außerdem Regional- und Fernzüge in dem bereits 2011 fertiggestellten Bahnhof unter dem Terminal des neuen Flughafens halten lassen.

Franziska Giffey ist überzeugt, dass das nicht reicht: „Neukölln wird mit Eröffnung des neuen Flughafens das Tor zur Hauptstadt sein. Dafür muss der Berliner Senat die Vorbereitungen treffen.“ sus
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