Howoge kauft 1500 Wohnungen

Ein- und Zwei-Zimmer-Wohnungen sind am Mühlengrund geplant. (Foto: Petersen)

Lichtenberg. Die landeseigene Howoge errichtet im Bezirk nicht nur Neubauten, sondern kauft auch Wohnungen – zum Beispiel 1050 Einheiten in Alt-Hohenschönhausen, die derzeit noch saniert werden.

Erworben hat das Unternehmen die Wohnungen im Karree an der Anna-Ebermann-Straße 1–24, Wartenberger Straße 34–72, Josef-Höhn-Straße 1–20, Gehrenseestraße 67–77, Bruno-Apitz-Straße 2–12 und Friedrich-Richter-Straße 40–46. Diese Plattenbauten befanden sich bis vor Kurzem noch im schlechten Zustand. Die Mieten allerdings waren mit lediglich 2,20 Euro kalt pro Quadratmeter sehr niedrig.

Seit 2013 wurde unter der damaligen Eigentümerin, einer Luxemburger Fondsgesellschaft, modernisiert und saniert. Eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung zwischen Eigentümer und Bezirk hat "die schärfsten Auswirkungen der Modernisierung auf die Mieter verhindert", sagt Stadtrat für Stadtentwicklung Wilfried Nünthel (CDU). Die Howoge kündigt nun an, die sanierten Häuser nach Abschluss der Arbeiten zum April 2016 zu übernehmen.

Der jüngste Zukauf betrifft ein Projekt an der Hauptstraße 51–57 in Rummelsburg. Rund 100 Wohnungen gibt es hier schon. Jetzt schafft ein Investor bis Ende 2017 durch Anbauten etwa 200 neue Wohnungen. Weil 50 Prozent von ihnen im Rahmen des Wohnungsförderprogramms entstehen, sollen sie laut Howoge mit der Nettokaltmiete von 6,50 Euro "einen Beitrag zur Mietenstabilisierung in dem Quartier" leisten.

Am Mühlengrund erwarb die städtische Gesellschaft zudem ein 5500 Quadratmeter großes Grundstück an der Rüdickenstraße 33 in Alt-Hohenschönhausen, wo bis Anfang 2018 rund 170 Wohnungen entstehen sollen. Auch hier werden Mittel aus dem Förderprogramm in Anspruch genommen. Es handelt sich um ein Teilstück des vormals geplanten "Quartiers am Mühlengrund", bei dem insgesamt 370 Wohneinheiten und Einzelhandelsflächen vorgesehen sind.

Mit ihren Projekten will die Howoge das ehrgeizige Ziel der Großen Koalition in Berlin zu unterstützen. Sie möchte bis zum Ende der Legislaturperiode im kommenden Jahres 30 000 neue Wohnungen schaffen.KW
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Thomas Seidel aus Friedrichshain | 09.01.2016 | 17:38  
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