BLO-Ateliers brauchen mehr Aufmerksamkeit

Emily Kuhnke und Michael Steger möchten viele Gäste zum internationalen Performance Festival 2014 begrüßen. (Foto: KT)

Rummelsburg. Der Bezirk ist zu einem interessanten Ort für viele Künstler geworden. Seit zehn Jahren gibt es die Künstlerkolonie in den ehemaligen Werkstätten der Reichsbahn in der Kaskelstraße 55.

Mit einer besonderen Veranstaltung wollen die Künstler an sechs verschiedenen Orten in Berlin auf sich aufmerksam machen und gleichzeitig auch für den Standort am Bahnhof Lichtenberg werben. Michael Steger gehört zu den Künstlern, die von Anfang an im BLO-Atelier arbeitet. BLO ist übrigens die Abkürzung für Bahnbetriebswerk Lichtenberg Ost. "Wir veranstalten bereits zum vierten Mal das Internationale Performance Festival", sagte der Künstler. In diesem Jahr nehmen vom 29. August bis 6. September 60 Künstler aus Berlin und verschiedenen Ländern an den öffentlichen Veranstaltungen teil. "Die Performance ist gekennzeichnet durch spontane Kreativität, Konfrontation und Experimente", erklärt Michael Steger. "Nichts kann bis ins Detail geprobt werden, weil der Künstler sofort auf die Reaktionen aus dem Publikum antwortet."

Die vierte Veranstaltung steht unter dem Motto "Survival". "Das bedeutet Leben, Überleben", erklärt der Künstler. Die Veranstaltungen finden in diesem Jahr nicht nur auf dem Lichtenberger Gelände zwischen den Bahnbrücken statt. Die Künstler ziehen auch an andere Orte in Berlin. Wichtigste Auftrittsmöglichkeiten sieht Michael Steger am Brandenburger Tor und auf dem Tempelhofer Feld. "Die Performance hat sich seit den 60er Jahren als eigenständige Kunstform entwickelt", erklärt Michael Steger. Besonders im asiatischen Raum hat diese Kunstform eine eigenständige Entwicklung genommen.

Die beiden Hauptveranstaltungsorte BLO-Ateliers und Tempelhofer Feld wurden bewusst gewählt, weil es an beiden Orten auch um das Überleben für besondere Initiativen geht. "Survival ist in diesem Jahr ein besonderes Thema für die BLO-Ateliers", erklärte Emily Kuhnke. "In diesem Jahr steht unsere Ateliergemeinschaft in Lichtenberg vor komplizierter Verhandlungen zur Verlängerung des Mietvertrags mit der Deutschen Bahn AG." Beide Künstler betonten übereinstimmend, dass der Bezirk Lichtenberg sie von Anfang an in allen Fragen unterstützt hat. "Wir arbeiten jetzt seit zehn Jahren in den BLO-Ateliers auf dem Gelände", sagte Emily Kuhnke. "Das ist für uns ein guter Anlass, das Überleben zu zelebrieren."

Das Performance Festival wird am Sonnabend, 30. August, um 20 Uhr im Supamolly in Friedrichshain, Jessner Straße 41 eröffnet. Die Abschlussveranstaltung ist dann am Sonnabend, 6. September ab 19 Uhr auf dem Gelände BLO-Ateliers in Lichtenberg. Weitere Informationen über Termine und Veranstaltungsorte: www.openspace32.de

Klaus Tessmann / KT
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