Grünen wollen Badeverbot aussetzen

Berlin: Max-Taut-Aula | Rummelsburg. Im Rummelsburger See Baden gehen will die Fraktion von Bündnis 90/ Die Grünen der Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg. In einem Antrag fordert sie das Bezirksamt auf, das Badeverbot in diesem See anlässlich des "Europäischen Flussbadetages" an zwei Tagen auszusetzen. So soll das Baden am 11. und 12. Juli im See erlaubt werden. Mit der nun eingebrachten Initiative werde ein Zeichen für Gewässerschutz gesetzt, findet die Fraktion – wissend, dass das Baden im See aus guten Gründen verboten ist. "Der See ist immer noch eine Bundeswasserstraße", weiß die Fraktionschefin, Camilla Schuler. Zudem weise der See bakteriologische keine Badewasserqualität auf. Er wurde Jahrzehnte lang industriell genutzt, die Sedimente sind mit Schwermetallen kontaminiert.

"Ziel des Antrages ist deshalb weniger, das Baden zu erlauben, sondern auf die Nicht-Einhaltung der europäischen Wasserrichtlinie hinzuweisen", ergänzt Schuler. Die europäische Wasserrichtlinie sieht vor, die Wassergüte in Gewässern zu steigern. Von einer Wassergüte, die das Baden erlaubt, ist der Rummelsburger See noch weit entfernt. "Unser Antrag verfolgt die Idee, auf diesen Missstand öffentlich hinzuweisen", sagt die Fraktionschefin. Der Antrag wird auf der Bezirksverordnetenversammlung am 18. Juni verhandelt. Die Sitzung findet in der Max-Taut-Aula in der Fischerstraße 36 statt und beginnt um 17 Uhr.

KW
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