Ein großer Schritt: Berliner SV 92 gewinnt Spitzenspiel – Aufstieg rückt näher

Der Berliner SV 92 (weiß) setzte sich im Spitzenspiel der Kreisliga A hochverdient mit 5:1 gegen den 1. FC Marzahn durch. (Foto: Michael Nittel)
Berlin: Stadion Wilmersdorf |

Wilmersdorf. Der Berliner SV 92 hat das Spitzenspiel der Kreisliga A, Staffel zwei gegen den 1. FC Marzahn souverän gewonnen. Der Spitzenreiter setzte sich am 9. April auf dem Kunstrasenplatz im Stadion Wilmersdorf gegen den Tabellenzweiten verdient mit 5:1 (2:0) durch.

Damit rückt der Aufstieg für den Traditionsclub, von seinen Fans liebevoll "Störche" genannt, immer näher. Doch Trainer Marco Hechtfisch warnt vor verfrühter Euphorie: „Das kann heute ein richtungsweisendes Spiel gewesen sein. Aber ich habe meinen Jungs gerade schon gesagt, dass unsere Staffel sehr ausgeglichen ist und dass es einige Mannschaften gibt, die tief stehen, die uns wenig Raum lassen und uns mit dieser Spielweise noch richtig wehtun können.“

Starke Störche

Unabhängig davon war der Erfolg am Sonntag aber ein beeindruckendes Statement der Störche: Von der ersten Minuten an trat der BSV hochkonzentriert auf, hatte deutlich mehr Spielanteile und kam zu zahlreichen guten Torchancen. Der Gast aus Marzahn war an diesem Tag, das muss man so deutlich sagen, mindestens eine Klasse schlechter als die Wilmersdorfer. „Fußballerisch war das heute von meinen Jungs eine richtig gute Vorstellung – die Gegenwehr von Marzahn war aber sehr überschaubar.“

Die Tore zum deutlichen Erfolg für den BSV steuerten Philipp Liss, Sebastian Sobczyk, El-Amin Elsaadawi (2) und Jan Mazana bei. Die Schüsse, die BSV-Schlussmann Sascha Gernhardt auf sein Tor bekam, konnte man an einer Hand abzählen. Umso ärgerlicher, dass quasi mit dem Schlusspfiff Costel-Florin Coroeanu doch noch der Ehrentreffer gelang.

Nicht nur auf den Zuschauerrängen war man sich einig, dass der BSV viele Jahre lang nicht mehr ein so talentiertes, technisch starkes Team bei einander hatte. „Fußballerisch haben viele der Jungs das Rüstzeug schon mitgebracht“, verriet Hechtfisch. „Wichtig ist, dass sie jetzt noch erkennen, dass man ruhig und geduldig spielen, auch mal in den Zweikampf gehen muss. Insbesondere in diesem Punkt hatten wir in der letzten Saison gegen körperlich robuste Teams noch massive Probleme.“

"Geschenkt wird uns nichts"

Mit 16 Siegen, vier Remis und nur zwei Niederlagen führen die Störche mit 52 Punkten die Liga acht Spieltage vor Saisonende souverän an. Es folgen der 1. FC Marzahn (47 Zähler), der BFC Preussen II (43) und der SC Westend (39). „Wir spielen noch gegen Gegner, die aufsteigen können, und gegen Teams, die gegen den Abstieg kämpfen. Deshalb warne ich: Geschenkt wird uns in den nächsten Spielen nichts.“ Und dennoch ist der Coach von der Stärke seines Teams restlos überzeugt. „Wenn die Mannschaft weiterhin so agiert wie heute, dann sollte es mit dem Teufel zugehen, wenn wir den Aufstieg nicht schaffen.“

Im Übrigen wurden die Spieler unlängst gefragt, ob sie – unabhängig von der Liga – beim Berliner SV bleiben möchten. Hechtfisch abschließend: „Wir haben – Stand heute – keinen einzigen Abgang. Alle wollen bleiben. Das sind durchweg charakterlich einwandfreie Jungs. Und auch das ist eine große Stärke dieses Teams.“ min
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