Hartes Stück Arbeit: Sportfreunde setzen sich an der Tabellenspitze fest

Die Sportfreunde Charlottenburg-Wilmersdorf (gelb) hatten beim 4:2-Erfolg gegen den FC Internationale mehr Mühe als erwartet. (Foto: Michael Nittel)
Berlin: Stadion Wilmersdorf |

Schmargendorf. Die Sportfreunde Charlottenburg-Wilmersdorf haben am 15. Oktober durch einen 4:2 (1:1)-Auswärtserfolg beim FC Internationale die Tabellenführung in der Fußball-Bezirksliga, Staffel zwei behauptet und damit ihren Anspruch untermauert, in dieser Spielzeit im Aufstiegsrennen ein Wörtchen mitzureden.

Allerdings ging dem Erfolg auf dem Sportplatz an der Monumentenstraße in Schöneberg gegen die zweite Mannschaft von Internationale ein hartes Stück Arbeit voraus: Maximilian Kessler hatte die Sportfreunde in Front geschossen (14. Minute), bevor Vincent Heilgermann für den Tabellenvierzehnten nur acht Minuten später ausgleichen konnte. Kesslers 2:1 (54.) konnte erneut Heilgermann ein weiteres Mal egalisieren. Letztlich waren es aber Kon-Ho Lee, Kapitän der Sportfreunde, und Kessler mit seinem dritten Tor des Tages, die den Sieg für den Tabellenführer nach Hause brachten. Und doch war im Spiel der Sportfreunde Sand im Getriebe: Immer wieder musste Coach Thorsten Thielecke das mitunter ungenaue Spiel nach vorn monieren: So beraubten sich die Gäste ein ums andere Mal selbst der Chance, das Spiel frühzeitig zu entscheiden.

Gut in die Saison gestartet

Nichts destotrotz haben die Sportfreunde einen großartigen Saisonstart hingelegt: Mit fünf Siegen, einem Unentschieden und einer Niederlage führen die Schwarz-Gelben die Liga mit 16 Punkten an. Es folgen die dritte Mannschaft von Hertha BSC sowie die Zweitvertretung vom SV Empor (jeweils 14 Zähler). Auf Platz vier rangiert der Topfavorit, der FK Srbija aus Spandau mit 13 Punkten. Und gegen alle drei Teams haben die Sportfreunde bereits gespielt: Die Partie gegen Hertha endete Remis (3:3), den FK Srbija konnte man besiegen (3:2), gegen Empor setzte es die bis dato einzige Saisonniederlage (2:4). Auch im Pokal haben die Wilmersdorfer bewiesen, dass sie mithalten können: Gegen den vier Spielklassen höher beheimateten Regionalligisten FC Viktoria hielt man in der Vorwoche lange Zeit gut mit, ging torlos in die Halbzeit und musste sich am Ende „nur“ mit 0:3 geschlagen geben.

In der abgelaufenen Spielzeit waren die Sportfreunde mit 51 Zählern auf Platz vier gelandet. Und mit dem Ziel, mehr als diese 51 Punkte zu holen, waren die Sportfreunde in diese Spielzeit gestartet. Man setzt dabei auf Altbewährtes: Nahezu der komplette Kader konnte gehalten werden. Das Zauberwort lautet Kontinuität – und darauf setzt man in Wilmersdorf eigentlich schon seit der Vereinsgründung vor mittlerweile 14 Jahren. Anders geht es zum Beispiel beim Kontrahenten FK Srbija zu, der mit Mehmet Aydin, Ronny Ermel, Aleksandar Marjanovic oder Todor Samardzic echte Hochkaräter verpflichten konnte. Zwar haben die Sportfreunde unter anderem mit Spielmacher Nils Pötting oder Abwehrchef Maurice Mischer, der für den 1. FC Wilmersdorf schon in der Berlin-Liga gekickt hat, auch einige Spieler im Kader, die den Unterschied ausmachen können: Doch letztlich gilt für die Schwarz-Gelben eine Fußballerweisheit, die den Unterschied ausmachen könnte: Der Star ist die Mannschaft! min
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