Bausenator vermisst Handlungsbedarf am Grazer Damm

Schöneberg. Mit Mitteln aus unterschiedlichen Töpfen wollte die SPD in der BVV in der Siedlung am Grazer Damm Grün- und Freiflächen neu gestalten. Doch Bausenator Michael Müller gibt kein Geld.

Ziel eines Antrags der SPD-Fraktion war es, neben der "Anpassung des öffentlichen Grün- und Freiflächenangebots" mit Mitteln aus dem Programm "Städtebaulicher Denkmalschutz" Sozial- und Schuleinrichtungen oder bestehende Betreuungsangeboten zu unterstützen, um die soziale Mischung vor Ort zu sichern. Stadtentwicklungsstadträtin Sibyll Klotz (Bündnis 90/Grüne) fragte beim Bausenator an und erhielt eine Absage. "Ich sehe derzeit stadtentwicklungspolitisch keine Notwendigkeit", so Michael Müller. Wer Fördergelder haben möchte, der müsse die Probleme im Quartier benennen, einen öffentlichen Handlungsbedarf und einen Maßnahmenkatalog darlegen. Die sechs Häuserblöcke am Grazer Damm wurden zwischen 1938 und 1940 errichtet und gehören zu den wenigen Beispielen der NS-Wohnungsbauarchitektur. Die Anlage war als "Volkswohnungen" für Arbeiter geplant. Der Baustandard lag noch unter dem in der Weimarer Republik erlaubten. Erst in den 80er-Jahren wurde das Ensemble modernisiert. Heute steht es unter Denkmalschutz.


Karen Noetzel / KEN
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